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3:0! Vierter VCW-Sieg in Folge

Der VC Wiesbaden hat wieder geliefert wie bestellt: Auch gegen das Schlusslicht der DEKRA 1.Volleyball Bundesliga Frauen, die ETV Hamburger Volksbank Volleys, gab es einen Sieg – den mittlerweile vierten in der Saison 2026/2027. 1.029 Fans sahen am Mittwochabend in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit, wie die Mannschaft von Chefcoach Paul Sens und den Co-Trainern Jochen Schöps und Marcos Fernández beim 3:0 ihre Hausaufgaben weitgehend überzeugend verrichtete.

Nach dem vergleichsweise komfortablen Anfangsprogramm (nur gegen den USC Münster wurde unnötig verloren), bei dem sich die Hessinnen kommod einspielen konnten, lernen sie nun gegen die nächsten Gegner die Rolle des Underdogs kennen. Am kommenden Samstag (31.10.2026; 19:00 Uhr) läuft der VCW beim Titelanwärter Allianz MTV Stuttgart auf. Fünf Tage später, am Donnerstag (5.11.2026; 18:30 Uhr) geht es daheim gegen den Dresdner SC um den Einzug ins Viertelfinale des zoi DVV-Pokals.

Zum Spiel gegen Hamburg

Die Satzverläufe am Mittwoch (26:16, 25:20, 25:23) zeigen, dass es in diesem Match wieder Phasen gab, in denen man die Zügel kurzzeitig schleifen ließ, was dann auch diesem Gegner in die Karten spielte. Nach 77 Minuten hatte die Truppe von Paul Sens dann aber zur Zufriedenheit der Fans und des Trainers den Arbeitstag beendet. Der Chefcoach nutzte das Match, um den Nachwuchsakteurin Verantwortung zu übertragen. Ein Lob verdiente sich insbesondere Mittelblockerin Kathi Breitenbach (20 Jahre), die anstelle der routinierten Rachel Gomez durchspielte. Libera Rene Sain durfte sich die goldene Medaille als beste Spielerin umhängen. Silber ging an Hamburgs Libera Francesca Galuppi (bereits zum vierten Mal in dieser Saison).

Erster Satz: 25:16 (1:0)

Der Gast begann direkt mit einem Service-Fehler; der zweite dieser Art führte zum 4:2 für die Gastgeberinnen. Abschütteln konnte der VCW den ETV (noch) nicht – der lang dann dank konsequenter vorgetragenen Lösungen sogar vorn (6:7). Das norddeutsche Hoch hielt indes nicht lange an, weil sich die Hessinnen auf ihre Tugenden besannen. Beispiel: ein schöner Doppelblock zum 13:8. Die erste Video- Challenge bestätigte das hessische 17:10. Inzwischen war mit Emma Burda eine zweite etatmäßige VCW-Libera auf dem Feld (für Außenangreiferin Cayetana López-Rey). Auch Diagonale Jovana Dordević (für Marharyta Geiko) und Zuspielerin Hanna Weinmann (für Sanna Konijnenberg) bekamen Einsatzzeit. Der erste Satz wurde standesgemäß mit einem Doppelblock beendet. Die Fehlerrate der Hamburgerinnen war in diesem Kapitel einfach zu hoch.

Zweiter Satz: 25:20 (2:0)

Die Gäste ließen sich nicht entmutigen (7:7). Mittelblockerin Tierney Jackson schaffte mit einem Ass die ETV-Führung (7:8). Abzusetzen vermochte sich zunächst noch kein Team. Aber dann war die Ehrgeiz von VCW-Diagonale Marharyta Geiko geweckt – sie sorgte wiederholt für mächtig Alarm auf der anderen Netzseite (14:10). Hamburgs Außenangreiferin Svea Frobel bescherte dem VCW das 19:13 nach Aufschlagfehler. Die zweite Video-Challenge brachte den 17. Punkt für Hamburg, und im Anschluss schlugen sie erfolgreich den hessischen Block an (22:18). Cayetana López-Rey erspielte wenig später in unnachahmlicher Manier fünf Satzbälle für den VCW. Beim 25:20 hatte sie es dann mit leichter Verzögerung gepackt.

Dritter Satz: 25:23 (3:0)

Erstes Ass in diesem Abschnitt durch Roos Wessels beim 5:2. Das war leider kein  Selbstläufer ... Der VCW ließ den ETV herankommen (6:6) und in Führung gehen (6:7, 7:10). Die Gäste zeigten in dieser Phase Courage. Paul Sens musste an der Seitenlinie zu mehr Konzentration u.a. in der Feldabwehr mahnen. Hamburg ließ sich zunächst nicht beirren (9:13). Aber dann sammelte der VCW neue Kräfte, stellte auf 14:14 durch Roos Wessels und setzte sich dann durch Cayetana López-Rey auf 19:14 ab. Den längsten Ballwechsel entschieden die Hamburgerinnen für sich – und dann wurde es doch noch einmal eng (20:19). Durch mehrere Video- Challenges kam Unruhe (und Spannung) auf. Sanne Konijnenbergs herrlicher Block brachte das 22:19, aber Käs war noch nicht gegessen (24:23). Julia Murmann behielt im kritischen Moment die Ruhe – sie hatte die ETV-Abwehr zu einer Fehlerkette gezwungen und damit das letzte Ausrufezeichen in diesem Spiel gesetzt. Well done, VCW!

(Text: Sabine Ursel)

STATEMENTS

Paul Sens: „Es ist nicht immer ganz einfach, die Favoritenrolle klar über alle Sätze hinweg durchzuziehen. Wir haben viele Spielerinnen, die noch Erfahrung auch in kritischen Situationen sammeln müssen. Wichtig ist, dass wir nach Tiefs während des Spiels auch wieder gut performen, das haben wir auch heute wieder gezeigt. Rückstände haben uns nicht zurückgeworfen. Darauf lässt sich aufbauen.“

Kathi Breitenbach: „Ich habe am Vorabend des Spiels erfahren, dass ich von Beginn an ran darf. Ich hatte dann ein gutes Gefühl auf dem Feld, vor allem im Angriff. Wir trainieren gerade darauf hin, dass wir möglichst zu jeder Zeit unser Spiel durchdrücken. Das ist uns heute besser gelungen, auch wenn wir im dritten mehr Probleme hatten. Wir wollen auch gegen Stuttgart unser Ding durchziehen. Das wird aber eine andere Hausnummer als in den fünf Spielen zuvor. Darauf freuen wir uns schon.“

 

VCW-Kader + Punktausbeute

Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande; 4), Hanna Weinmann (6)

Außenangriff: Cayetana López Rey (Spanien; 17), Julia Murmann (Kanada; 6),
Sara Pustahija (Serbien; nicht eingew.)

Diagonal: Marharyta Geiko (Ukraine; 14), Jovana Dordević

Mittelblock: Rachel Gomez (USA; nicht eingew.),
Roos Wessels (Niederlande; 10), Kathi Breitenbach (6)

Libera: Rene Sain (Kroatien), Emma Burda

 

TERMINE – 1. Volleyball Bundesliga Frauen

31.10.2026 (Samstag)
19:00 Uhr: Allianz MTV Stuttgart – VCW
Stuttgart, SCHARRena

zoi DVV-Pokal-Achtelfinale
05.11.2026 (Donnerstag)
18:30 Uhr: VCW – Dresdner SC
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

15.11.2026 (Sonntag)
15:30 Uhr: VCW – SSC Palmberg Schwerin
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

28.11.2026 (Samstag)
17:15 Uhr: Dresdner SC – Dresdner SC
Dresden, Cyberport Arena

 

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