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Neue Zuspielerinnen aus Polen und Spanien

Der VCW hat ein neues Zuspielerinnenduo verpflichtet. Damit geht das Team von Headcoach Benedikt Frank mit Athletinnen aus Polen und Spanien auf dieser Position in die neue Saison der 1. Volleyball Bundesliga Frauen, die Ende Oktober 2022 beginnt.

Natalia Gajewska: Die 27-jährige Polin galt bereits in der vergangenen Saison als Option für den VCW, unterschrieb dann für ein Jahr bei Energa MKS Kalisz in der heimischen ersten Liga. Die erfahrene Athletin bringt auch Spielpraxis aus der italienischen Serie A2 mit Volley Soverato mit. An der erfahrenen Zuspielerin schätzt Benedikt Frank besonders deren „Gewitztheit“, aber auch ihre Erfahrung. „Sie weiß genau, was sie tut und spielt sehr gerne mit der Mitte und ist stark in der Abwehr.“ „Natalia passt sehr gut zu unserem ausbalancierten Kader“, erklärt auch VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting.

„Ich will noch einmal einen richtigen Punch im Ausland setzen“, betont die gebürtige Danzigerin. „Über die Stadt, den VCW und die Liga habe ich viel Positives gehört. Ich weiß, dass hier schneller gespielt wird, darauf freue ich mich. Den Ausschlag hat am Ende der Trainer gegeben. Bene Frank strahlt Zuversicht aus und ist generell ein optimistischer Typ. Genau das motiviert mich.“

Ariadna Priante: Die 20-jährige Spanierin ist das junge Pendant zur erfahrenen Natalia Gajewska auf der Zuspielerinnenposition. Das Talent kommt vom CV Gran Canaria Urbaser, wurde mit dem Club 2021 spanischer Meister und agiert als zweite Zuspielerin in der Nationalmannschaft ihres Landes. „Ich freue mich, dass Sie sich traut, den Schritt von den Kanarischen Inseln nach Deutschland zu machen. Ich bin sicher, dass sie das Abenteuer bestehen wird, weil sie sich schon seit ihrem 14. Lebensjahr abseits von zuhause sportlich weiterentwickelt“, sagt Benedikt Frank.

Für Ariadna Priante ist Wiesbaden kein gänzlich unbekanntes Terrain. Mit der spanischen U16-Mannschaft hat sie bereits in der hessischen Landeshauptstadt gespielt. „Unser Trainer Bene freut sich schon sehr auf die kommende Saison. Wir sind wettbewerbsfähig und haben feste, realistische Ziele. Hinzu kommt: Der VCW kümmert sich sehr um seine Spielerinnen, was gerade mir als junger Spielerin ein gutes Gefühl gibt“, betont die 1,80 Meter große Spanierin.

Nach dem Abgang der Zuspielerinnen Květa Grabovská (Tschechien, jetzt Dresdner SC), der früh in der Saison 2021/2022 verletzten Erica Handley (USA, jetzt Trainerjob in den USA) und der im Verlauf der Saison nachverpflichteten Jaimeson Tierra Lee (USA, Vertrag wurde vom VCW nicht verlängert) hat der Bundesligist „wieder sehr interessante Zuspielerinnen und ein gut zusammenpassendes Duo auf dieser Position“, wie VCW-Teammanagerin Simona Vedrödy (geb. Kóšová) erklärt.


Profil: Natalia Gajewska

Position: Zuspiel
Geboren: 24.05.1994 in Danzig (Polen)
Größe: 178 cm
Stationen:
2010 bis 2013 – Gedania Gdańsk (U 18, U 20; Polen)
2013 – KS Murowana Goślina (Polen)
2013 bis 2014 – Trefl Sopot (Polen)
2014 bis 2016 – LTS Legionovia Legionowo (Polen)
2016 bis 2017 – Trefl Sopot (Polen)
2017 bis 2018 – KS Developres Bella Dolina Rzeszów 
2017 bis 2018 – Volley Soverato (Italien)
2018 bis 2020 – Volley Wrocław (Polen)
2020 bis 2021 – BKS Bostik Bielsko-Biała (Polen)
2021 bis 2022 – Energa MKS Kalisz (Polen)
2022 bis 2023 – VC Wiesbaden
Besonderheit:
Beste Zuspielerin Polish Championships U18 (2010/2011)

Profil: Ariadna Priante

Position: Zuspiel
Geboren: 20.04.2002 in Barcelona (Spanien)
Größe: 180 cm
Stationen:
2016 bis 2018 – Get Blume Femení (Spanien)
2018 bis 2020 – CAEP Soria (Spanien)
2020 bis 2022 – CV Gran Canaria Ubaser (Spanien)
2022 bis 2023 – VC Wiesbaden
Besonderheit:
Beste Zuspielerin Spanish Cup 2 (2021/22)
Spanischer Meistertitel mit CV Gran Canaria (2020/2021)
A-Nationalmannschaft Spanien

Kaderumbruch: VCW vermeldet Abgänge

Die bewegende Saison 2021/2022 ist vorbei,  zumindest für den im Meisterschaftsviertelfinale ausgeschiedenen VC Wiesbaden. Während Stuttgart und Potsdam noch um den Titel kämpfen, herrscht in der Geschäftsstelle an der Kleinen Schwalbacher Straße 7 in Wiesbaden schon wieder reges Treiben. Für Geschäftsführer Christopher Fetting, Teammanagerin Simona Vedrödy und Headcoach Benedikt Frank gilt es unter Hochdruck, neue Spielerinnen zu sichten, ärztliche Gutachten zu organisieren, Konditionen zu verhandeln und neue Verträge zu formulieren. Dazu gehört freilich auch, Athletinnen zu verabschieden, die in der kommenden Saison für andere Klubs spielen werden oder ihre sportliche Laufbahn beenden.

Abgänge

Justine Wong-Orantes (Libera): Die 26-jährige US-Amerikanerin spielte drei Jahre in der 1.Volleyball Bundesliga Frauen, zwei davon beim VCW. Ihren Karrierehöhepunkt erlebte sie im Sommer 2021, als sie mit dem US-Team die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio gewann. Die 1,68 Meter große Kalifornierin konnte wegen des Auslandseinsatzes in Japan erst später in die Vorbereitung mit dem VCW einsteigen, bestärkte ihre Mannschaft dann aber schnell als Leaderin und Ko-Kapitänin. „Wir sind stolz und dankbar, dass wir Justine auch nach ihrem Medaillen-Sieg noch ein weiteres Jahr in unserem Team haben durften.“

Laura Künzler (Außenangriff): Die 25-jährige Kapitänin des VCW und der Schweizer Nationalmannschaft wird sich in der kommenden Saison einem anderen Verein in der 1. Volleyball Bundesliga anschließen. Die Punktegarantin und siebenmal mit Gold ausgezeichnete MVP ist nach Aussage von Benedikt Frank beim VCW „persönlich, aber auch spielerisch gereift. Es war klar, dass sie sich als Top-Scorerin der Hauptrunde für einen Klub mit mehr Möglichkeiten und spielerischer Breite empfiehlt.“ 

Pia Leweling (Außenangriff):  Die 24-Jährige kam im vergangenen Jahr von Kanti Schaffhausen (Schweiz) zum VCW. Benedikt Frank: „Sie hat sich hier toll weiterentwickelt und war sehr wertvoll für unser Team. Das weckt natürlich auch Begehrlichkeiten.“ 

Květa Grabovská (Zuspiel): Der VCW war für die junge Tschechin die erste Auslandsstation. Als 19-Jährige musste das Talent sofort Verantwortung übernehmen, weil sich die US-Amerikanerin Erica Handley früh an der Hand verletzte und darum keine Rolle mehr spielen konnte. Benedikt Frank: „Květa ist an dieser unerwarteten Herausforderung beeindruckend gewachsen. Das ist logischerweise auch anderen Klubs in der Liga nicht verborgen geblieben.“ 

Jaimeson Tierra Lee (Zuspiel): Die 23-jährige Texanerin wurde während der laufenden Saison im November nachverpflichtet. Frank: „Sie hatte ihre Aufgabe zur Unterstützung von Květa Grabovská bzw. Kompensation von Erica Handley schnell angenommen und das Team gut unterstützt.“

Anna Wruck (Mittelblock): Die 29-jährige US-Amerikanerin mit deutschen Wurzeln spielte zwei Saisons für den VCW. Sie blickt auf eine lange Karriere mit vielen Auslandsstationen zurück (seit 2007 Neuseeland, Ungarn, Portugal, Finnland, Deutschland). Grund genug für die 1,88 Meter große Mittelblockerin, zunächst eine Auszeit zu nehmen, um Zeit mit der Familie in den USA zu verbringen. 

Dalila-Lilly Topic (Mittelblock): Die 24-jährige Schwedin galt als eine der besten Blockerinnen Schwedens, als sie 2021 zum VCW kam. Wiesbaden war ihre erste Auslandsstation. Beim VCW konnte sie sich zur besten Blockspielerin der Hauptrunde der 1. Volleyball Bundesliga entwickeln. 

Fazit

VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting: „Der VCW hat eine sehr gute Saison gespielt. Das Erreichen des Viertelfinales war nach den schweren ersten Monaten mit vielen Verletzungen und mehreren Corona-Auszeiten nicht selbstverständlich, obwohl wir die Playoffs bereits vor dem Start der Hinrunde als Ziel ausgegeben hatten. Das Trainerteam mit Benedikt Frank an der Spitze hat es in bemerkenswerter Weise verstanden, Athletik und Konzentration auch in kritischen Phasen gezielt zu steuern. Der VCW schafft es immer wieder, talentierte Spielerinnen nach Wiesbaden zu holen. Wir haben uns nun auch wieder einen guten Ruf als Ausbildungsverein erarbeitet. Das bedeutet zugleich, dass wir immer mal wieder Spielerinnen, die wir gern weiter im VCW-Trikot gesehen hätten, an sportlich und finanziell besser positionierte Klubs in unserer Liga abgeben müssen. Das schmerzt zuweilen, aber schärft auch den Blick für neue Perspektiven auf dem Spielerinnenmarkt. Wir formieren derzeit den neuen Kader und freuen uns, dass mit Lena Große Scharmann bereits eine Leistungsträgerin verlängert hat. Abschließend danke ich allen Spielerinnen – auch im Namen der ganzen VCW-Familie – herzlich für diese Saison und wünsche insbesondere unseren zu verabschiedenden Spielerinnen für ihre weiteren sportlichen Schritte das Allerbeste.“ 

Weitere Infos zum Kader folgen zeitnah.

Lena Große Scharmann verlängert beim VCW

Die Saison 2022/2023 wirft ihre Schatten voraus - der 1. Volleyball-Club Wiesbaden formiert ein neues, schlagkräftiges Team für die 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Weiterhin dabei: Lena Große Scharmann (wird am 24. April 24 Jahre) hat ihren Vertrag um ein Jahr verlängert. Die Diagonalspielerin mit der Trikotnummer 10 wurde während der Hauptrunde viermal zur MVP gewählt (je zweimal Gold und Silber) und überdies für die U 23-Nationalmannschaft nominiert.

Headcoach Benedikt Frank: „Ich bin stolz und froh, dass Lena bleibt. Wir haben ein paar richtig gute Matches von ihr gesehen, etwa im ersten Spiel gegen Dresden und auch in Vilsbiburg. Sie ist eine absolute Zockerin. Und wer zockt, verliert auch mal, aber daraus muss man die richtigen Schlüsse ziehen, und das hat Lena getan. Sie ist hier jetzt richtig angekommen und wir dürfen in der kommenden Saison noch mehr von ihr erwarten.“ Frank betont zudem eine wichtige Eigenschaft: „Lena ist eine Spielerin, die sich selbst realistisch einschätzt und weiß, wie man sich nach guten, aber auch schlechten Leistungen zu verhalten hat. Das schätze ich sehr.“

Lena Große Scharmann verweist auf einen „guten Saisonabschluss mit dem Erreichen der Playoffs. Wir haben bis auf Stuttgart jede Mannschaft mindestens einmal geschlagen – trotz des großen Verletzungspechs innerhalb unserer jungen Mannschaft, etwa im Mittelblock und Zuspiel“. Auch ihre eigene Leistung sei vor allem aufgrund einer erstmals in ihrer Karriere erlittenen Verletzung schwankend gewesen. Die gebürtige Stuttgarterin hat sich vorgenommen, in der kommenden Saison „konstanter zu spielen, verlässlich zu punkten, noch mehr Verantwortung zu übernehmen und dem Team Sicherheit zu geben“.

Die 23-Jährige hat beim VCW gleich aus mehreren Gründen verlängert: „Ich verstehe mich mit dem Trainer sehr gut, wir kennen uns von früher aus Straubing. Der VCW ist familiär und zugleich super strukturiert.“ Fans und Halle seien „unglaublich motivierend“, dazu habe vor allem Hallensprecher Tobias Radloff beigetragen: „Er versteht es, aus jedem Spiel eine Party zu machen, was in der Bundesliga einmalig ist.“ Weiterer Grund für den Verbleib in Wiesbaden ist die gute Erreichbarkeit Stuttgarts, wo Lena Große Scharmann an ihrem Master-Abschluss feilt.

Geschäftsführer Christopher Fetting: „Gerade nach einer solchen Saison interessieren sich auch andere Vereine für einige unserer Spielerinnen. Ein Umbruch lässt sich da nicht immer verhindern. Konstanten im Kader sind aber enorm wichtig. Wir freuen uns darum sehr, dass Lena nun auch eine zweite Saison für den VCW aufschlägt und gemeinsam mit uns an unseren weiteren sportlichen Zielsetzungen arbeitet.“

Profil: Lena Große Scharmann

Geboren: 24.4.1998 in Stuttgart
Größe: 184 cm

Stationen:
bis 2016 – MTV Stuttgart
2016/2017 – VC Olympia Berlin (hier Juniorinnen-Nationalspielerin)
2017/2018 – Allianz MTV Stuttgart II
2018 bis 2020 – NawaRo Straubing
2020/2021 – Allianz MTV Stuttgart
seit 2021/2022 - VCW

Kein Volleyballwunder: VCW ausgeschieden

Mit einem 0:3 im Viertelfinalrückspiel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen verabschiedete sich der VC Wiesbaden für diese Saison von den rund 1.200 Fans in der heimischen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Wie schon am Mittwoch musste sich das Team von Headcoach Benedikt Frank dem Dresdner SC ohne Satzgewinn geschlagen geben. 18:25, 23:25, 22:25 hieß es am Ende; damit ist der VCW aus dem Rennen um die deutsche Meisterschaft ausgeschieden. Dresden zieht nach den zwei Siegen ins Halbfinale gegen Stuttgart ein. Trotz des klaren Ergebnisses boten die Wiesbadenerinnen dem favorisierten Tabellenzweiten am Samstagabend ordentlich Paroli. Als MVP der Partie wurden Linda Bock (DSC, Außenangriff) und Liza Kastrup (VCW, Diagonalangriff) ausgezeichnet.

Im ersten Satz untermauerte der DSC seine Favoritenrolle früh mit einer 8:1-Führung. Erst ein Doppelblock von Tanja Großer und Lilly Topic zum 2:8 unterbrach den Lauf auf der anderen Netzseite. Wie bereits in der ersten Viertelfinalpartie glänzte der DSC mit einer gut eingestellten Block-Feldabwehr und entschärfte ein ums andere Mal die VCW-Angriffe. Auch eine von Cheftrainer Benedikt Frank veranlasste taktische Auszeit beim Spielstand von 10:16 führte die Wiesbadenerinnen nicht in die Erfolgsspur. Tanja Großer brachte ihr Team nochmal auf 13:17 heran, aber die Dresdnerinnen behielten die Nerven. Am Ende besiegelte ein Fehlaufschlag von Laura Künzler den 25:18-Satzgewinn für die Gäste.

Der zweite Satz gestaltete sich deutlich offener. Der DSC ging zunächst früh 4:1 in Führung – aber durch starke Aufschläge von Laura Künzler stand es schnell 4:4, was auf den Rängen lautstark gefeiert wurde. Auch das Trainergespann Benedikt Frank und Christian Sossenheimer ballte die Fäuste. Beim 12:9 war der VCW endgültig in der Partie angekommen. Die Auszeit auf DSC-Seite führte dann aber direkt zu zwei eigenen Punkten (12:11). Beide Teams lieferten sich einen spannenden Schlagabtausch und wussten durch verbesserte Effizienz im Angriff und stabile Annahmen zu gefallen. Bis zum 20:20 war die Partie offen, aber wieder hatten die Dresdnerinnen in der Crunchtime den längeren Atem. Die Spielerinnen von Cheftrainer Alexander Waibl nutzten Wiesbadens vergebene Chancen konsequent zum Gegenangriff. Zwar hatte der VCW beim 23:24 dank eines druckvollen Aufschlags die Chance auf den Ausgleich, aber ein direkt angegriffener Overpass segelte an der Seitenlinie vorbei ins Aus. Ergebnis: 25:23 für den Dresdner SC. Wiesbaden hatte am Satzgewinn geschnuppert, vermochte den Sack auf der Ziellinie jedoch nicht zuzumachen. In diesem Abschnitt sorgte insbesondere die spätere MVP Liza Kastrup im Angriff über die Diagonale für entscheidende Impulse, und auch Anna Wruck setzte Akzente.

Im dritten Satz legten beide Teams noch einmal alles in die Waagschale. Die begeisterten Zuschauer sahen überragende Abwehraktionen mit spektakulären Bodenkratzern. Beim 10:7 lag der DSC mit drei Punkten in Führung, doch der VCW glich nach einem platzierten Angriff von Pia Leweling auf 10:10 aus. Über 17:14 und 18:15 hielt Dresden den Drei-Punkte-Vorsprung dann aufrecht. Getragen von den 1.193 Fans kämpften sich die Wiesbadenerinnen noch einmal auf 21:22 heran. In der entscheidenden Crunchtime setzte sich dann aber erneut die Qualität des Favoriten durch. Benedikt Frank machte beim 21:24 nochmals von der Challenge Gebrauch, um einen Block-Touch der Dresdnerinnen überprüfen zu lassen. Ohne Erfolg: Auf beiden Bildschirmen oberhalb der Ränge sah man in der Review den Spielball deutlich ohne Blockberührung ins Aus fliegen. Zwei Ballwechsel später besiegelte ein risikoreicher, aber zu lang geratener Aufschlag von Liza Kastrup endgültig die 0:3-Niederlage der Hessinnen. Fazit: Dresden präsentierte sich in den zwei Viertelfinalpartien konstanter, cleverer und abgebrühter. Die Zuschauer verabschiedeten beide Teams mit lautem, lang anhaltendem Beifall.

VCW-Cheftrainer Benedikt Frank gratulierte zunächst dem Dresdner SC zum „überzeugenden Sieg“, bevor er sich ans Publikum und die Spielerinnen wandte. „Wir wollten unbedingt die schwache Leistung vom Hinspiel vergessen machen, was uns heute zumindest phasenweise gelungen ist. Zum Satzgewinn hat es aber nicht gereicht, weil Dresden schlichtweg die besseren Lösungen gefunden hat. Es war für alle eine schwierige Saison, und bei uns haben viele junge Spielerinnen ihre erste Saison absolviert. Dennoch haben wir unser großes Ziel erreicht – das Viertelfinale. Aber ich bin schon traurig, dass jetzt die Reise zu Ende ist.“

Auch Laura Künzler (Außenangriff) nahm nach dem Schlusspfiff das Mikrofon in die Hand. „Wir konnten zwar am Ende kein Volleyballwunder realisieren, aber wir haben eine unglaubliche Saison gespielt. Es war einfach toll, hier vor der besonderen Kulisse anzutreten. Die blaue Wand motiviert ungemein“, sagte die sichtlich bewegte Kapitänin des VCW und der Schweizer Nationalmannschaft.

Auch VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting verwies auf das Erreichen des Saisonziels: „Wir wollten in die Playoffs, und das haben wir trotz vieler Verletzungen, Corona-Ausfälle und Spielverlegungen geschafft.“ Einen besonderen Dank richtete er an Trainergespann, Ärzte und Physios, Staff, Ehrenamtliche und Fans. „Es war ein emotionaler Abend, der Lust auf die kommende Saison macht“, so Christopher Fetting. Für ihn geht die Arbeit indes weiter: Derzeit laufen Vertragsgespräche auch mit neuen Spielerinnen.

Heimspiel! VCW brennt auf Revanche

Mund abputzen, neu motivieren, kontrolliert heiß laufen … Der VC Wiesbaden brennt auf Revanche. Wenn am Samstag (09.04.2022, 19:00 Uhr) in der heimischen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit das Rückspiel gegen den Dresdner SC im Viertelfinale der 1. Volleyball Bundesliga Frauen ansteht, kann die beeindruckende blaue Wand auf den Tribünen für das entscheidende Quäntchen sorgen. „Nach dem zweifellos enttäuschenden 0:3 in Dresden werfen wir nun alles in die Waagschale“, sagt Christopher Fetting. Der VCW-Geschäftsführer verweist auf den großen Pluspunkt rund um das Spielfeld: „Unser Heimpublikum ist bekanntermaßen für viele Punkte gut und hinterlässt auch bei jedem Gegner nachhaltigen Eindruck. Ich hoffe, dass uns die Fans am Samstag besonders enthusiastisch nach vorn peitschen. Zum vorerst wichtigsten Spiel der Saison sind auch viele Besucher dabei, die zum ersten Mal in der Arena den Klatschpappenalarm erleben. Diese einmalige Atmosphäre dürfte für Viele Motivation genug sein, uns auch in der kommenden Saison zu unterstützen.“

Sollte dem Team von Headcoach Benedikt Frank und Co-Trainer Christian Sossenheimer der Ausgleich zum 1:1 nach Spielen gelingen, dann wird der Einzug ins Halbfinale am Mittwoch (13.04.2022, 19:00 Uhr) in der sächsischen Landeshauptstadt entschieden.

Rückblick

Der VCW hatte sich vor dem Viertelfinalhinspiel durchaus Chancen gegen den Tabellenzweiten Dresden ausgerechnet; immerhin konnte man den Favoriten in dieser Saison zweimal besiegen. Die Dominanz, mit der das Team von Alexander Waibl dann aber die Playoffs in der heimischen Margon Arena trotz Trainingsrückstands aufgrund einiger Corona-Fälle eröffnete, war so nicht zu erwarten. Bereits nach 72 Minuten Spielzeit besiegelte ein Angriff der Dresdner Mittelblockerin Madeleine Gates (USA) das 3:0 für ihre Mannschaft. Die Wiesbadenerinnen – in magentafarbenen Trikots – begingen schlichtweg zu viele eigene Fehler, fanden keine Lösungen und mithin nicht mehr ins Spiel.

Statement

VCW-Cheftrainer Benedikt Frank: „Im Hinspiel haben leider Aufregung und Nervosität eine gute Leistung unsererseits verhindert. In Dresden haben uns auch die Heimfans förmlich überrannt. Ich bin aber sicher, dass wir vor eigener Kulisse unsere Nerven besser unter Kontrolle haben und souveräner agieren. Wir wollen in diesem absoluten Do-or-die-Game zurückschlagen. Es gilt, sich auf die schnell zugespielten Bälle einzustellen und Mittel gegen die Schweizer Diagonalspielerin Maja Storck zu finden. Wir werden die gegnerische Annahme stärker unter Druck setzen. Spielentscheidend wird sein, wie wir selbst an diesem Abend auftreten.“

Viertelfinale – die Rückspiele

Bereits am heutigen Freitag werden zwei der vier Viertelfinalrückspiele angepfiffen: Vilsbiburg gegen Stuttgart (19:30 Uhr) und Suhl gegen Schwerin (20:00 Uhr); am Samstag folgt die Begegnung Aachen gegen Potsdam (18:00 Uhr). Wenn der VCW morgen gegen Dresden (19:00 Uhr) aufläuft, steht der nächste Gegner im möglichen Halbfinale also schon fest: Die besten Karten hat Stuttgart, das bereits ein nicht überraschendes 3:1 gegen Vilsbiburg vorgelegt hat.

Neu: Vorberichterstattung auf sport1extra.de

Die Streaming-Plattform sport1extra.de, auf der die 1. und 2. Volleyball Bundesliga der Frauen beheimatet ist, erweitert seine Berichterstattung in der Crunchtime zur deutschen Meisterschaft. Neu ist jeweils eine 30-minütige Vorberichtserstattung, die von Benjamin Hantschke und der 321-maligen Nationalspielerin Maren Fromm moderiert wird. Beide beleuchten in der Playoff-Studiosendung die qualifizierten Teams und geben interessante Einblicke in die Welt des Volleyballs. Im Anschluss können alle Partien wie gewohnt kostenpflichtig auf sport1extra.de verfolgt werden. An jedem Spieltag wird auch eine Partie live im Free-TV auf Sport1 ausgestrahlt, so heute Abend das Rückspiel VfB Suhl LOTTO Thüringen gegen den Schweriner SC.

Einlassbedingungen in Wiesbaden

Die Zutrittsbeschränkungen (3G und 2G) sind auch bei dem VCW-Heimspiel nicht mehr nötig. Alle interessierten Volleyballfans können dem Spiel in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit beiwohnen. Es wird lediglich auf die Aufrechterhaltung der Maskenpflicht (FFP2 für Personen über 16 Jahre) hingewiesen. Entsprechend der Vorgabe des städtischen Sportamts ist die Maskenpflicht beim Betreten der Halle, aber auch am Sitzplatz weiterhin einzuhalten.

Die nächsten Termine des VCW

09.04.2022 (Samstag, 19:00 Uhr): Rückspiel gegen den Dresdner SC; Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

13.04.2022 (Mittwoch, 19:00 Uhr): eventuelles Entscheidungsspiel in Dresden

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