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Saison-Auftakt in Münster + Neues zur Liga

Seit August lief die Vorbereitung – nun steht der Start der  DEKRA 1. Volleyball Bundesliga Frauen unmittelbar bevor. Der VC Wiesbaden reist zum Auftakt der Saison 2026/27 zum USC Münster, wo sich beide neuformierten Teams am Sonntag (11.10.2026, 16:00) in der Halle Am Berg Fidel messen. Drei Tage später steigt das erste VCW-Heimspiel in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit: Kontrahentinnen sind dann die Ladies in Black Aachen (Mittwoch, 19:30 Uhr).

Zum VCW-Team

Wiesbadens Sportdirektor Benedikt Frank (inzwischen neuer Geschäftsführer Sport, wir berichteten), Chefcoach Paul Sens und Co-Trainer Jochen Schöps haben einen vielversprechenden Mix aus erfahrenen und jungen Athletinnen zusammengestellt. Im Juli kam Marcos Fernández dazu. Der Spanier übernimmt neben seiner Scout-Tätigkeit auch Aufgaben im sportlichen Bereich. Seit August trainiert die Mannschaft zusammen. Gute Nachricht bis heute: „Alle Damen an Bord!“ – denn im Gegensatz zu anderen Clubs (etwa der USC Münster) musste der VCW keine verletzungsbedingten Ausfälle kompensieren. „Unsere Mannschaft ist begeisterungsfähig und kann richtig Spaß machen“, erklärt Bene Frank. Unser Profi-Sport ist auf einem spannenden Weg, und es gibt viel Neues in der Liga. Dass wir nun ein Heimspiel mehr ausrichten können, freut auch Fans und Sponsoren.“

Sechs bekannte Athletinnen laufen erneut für den VCW im Bundesliga-Oberhaus auf: Libera Rene Sain (Kroatien; seit 2022/23 in Wiesbaden), die Zuspielerinnen Sanne Konijnenberg (Niederlande) und Hanna Weinmann, Außenangreiferin Cayetana López Rey (Spanien) und Diagonale Jovana Dordević. Ebenfalls wieder dabei ist Mittelblockerin Rachel Gomez (USA). Sie kam 2022/23 zum VCW und spielte zuletzt eine Saison bei Columbus Fury in der US-Major League Volleyball (früher Pro Volleyball Federation). Sie ist nun VCW-Kapitänin.

Neu im Team: Diagonale Marharyta Geiko (Ukraine), die Außenangreiferinnen Julia Murmann (Kanada) und Sara Pustahija (Serbien) sowie Mittelblockerin Roos Wessels (Niederlande). Mit Mittelblockerin Kathi Breitenbach und Libera Emma Burda haben wieder zwei Athletinnen aus dem Nachwuchsteam des VCW (1. Volleyball Bundesliga Süd) den Sprung ins Erstliga-Team geschafft – eine Strategie, die der VCW stringent verfolgt.

Größte im Kollektiv ist Marharyta Geiko (1,95 Meter), gefolgt von Kathi Breitenbach (1,90 Meter), die zugleich die Jüngste ist (19); ihrem Jahrgang 2006 gehören auch Hanna Weinmann, Roos Wessels, Marharyta Geiko und Jordana Dordević an. Rachel Gomez (30) und Rene Sain (29) weisen die längste Erfahrung im Profi-Volleyball auf. Libera Sain kennt unterschiedliche Spielsysteme aus Kroatien, Tschechien, Rumänien und Frankreich. 2018/19 lief sie für den VfB Suhl Lotto Thüringen auf, wo das beliebte „VCW-Urgestein“ auch heute noch viele Fans hat. Die Libera trat auch für die A-Nationalmannschaft Kroatiens an. Julia Murmann war bereits für Team Canada im Einsatz. Aktuelle A-Nationalspielerinnen sind Wiesbadens Niederländerinnen Sanne Konijnenberg und Roos Wessels.

VCW-Testspielbilanz

Seit September hat „Wiesbadens Zwölf“ acht Testspiele absolviert, darunter fünf im Ausland. Zunächst kam mit dem VfB Suhl Lotto Thüringen der amtierende Deutsche Meister, Pokalsieger (und inzwischen frischgebackene Supercup-Gewinner) in die hessische Landeshauptstadt; beim 1:3 empfahl sich Wiesbadens Diagonale Marharyta Geiko mit 20 Punkten. In Tschechien tankten die VCW-Athletinnen dann gegen den Ersten und Zweiten der Czechia Extraliga 2025/26 viel Selbstvertrauen: Meister und Pokalsieger VK Šelmy Brno wurde mit 3:1 bezwungen. Beeindruckend war auch das glatte 3:0 gegen VK Dukla Liberec. Gegen VK Lvi Praha (CEV Volleyball Challenge Cup-Teilnehmer) gab sich der VCW erst nach Tiebreak (8:15) geschlagen. Cayetana López Rey steuerte in Tschechien insgesamt 60 Punkte bei.

In Frankreich wartete ein echtes Schwergewicht: Beim Champions-League-Teilnehmer Levallois Paris Saint-Cloud gab es zunächst ein 0:4. Im zweiten Spiel hatte sich der VCW dann besser auf die Gastgeberinnen eingestellt – beim 2:2 war insbesondere der Block sehr präsent (13 Punkte). Die Matches boten den VCW-Trainern wertvolle Erkenntnisse, auch im Hinblick auf die folgenden zwei Tests gegen den SSC Palmberg Schwerin. Hier war Paul Sens seit 2015 als Co-Trainer tätig, bevor er im Juli 2026 zum VCW als Chefcoach wechselte. Sein neues Team zeigte am vergangenen Wochenende eine respektable Leistung. Dem 2:2 (20 Punkte von Marharyta Geiko) folgte zwar ein 1:4. Der in weiten Teilen enge Satzverlauf (26:28, 17:25, 23:25, 22:25) belegt indes, dass man dem Meister der Saison 2024/25 gehörig zugesetzt hat. In der Bundesliga-Hinrunde treffen beide Mannschaften am 11. November in Wiesbaden aufeinander (Samstag, 15:30 Uhr).

Fazit: „Die Mannschat hat sich im Verlauf der Testspiele schon gut entwickelt. Natürlich ist keine Mannschaft zu Saisonbeginn bereits da, wo man sie als Trainer haben möchte“, betont Paul Sens. „Wir wissen um unsere Hausaufgaben und arbeiten jetzt konzentriert an Stärken und Schwächen. Die beiden anstehenden Partien gegen Münster und Aachen sind dann ein erster Fingerzeig. Für den USC, die Ladies und den VCW können das sogenannte Sechs-Punkte-Spiele sein, weil die Teams erfahrungsgemäß auf Augenhöhe agieren. Dazu zählt mittlerweile auch Erfurt. Das Anfangsprogramm ist auch für unsere Fans eine spannende Sache.“

11. Oktober: Kampf um Bundesliga-Punkte beim USC Münster

Im Januar feierte der USC sein 65-jähriges Vereinsjubiläum. Die Verantwortlichen wollen in absehbarer Zeit wieder in die Spitze vordringen und damit an die beeindruckende Historie mit neun Meistertiteln (letztmals 2005) und elf Pokalsiegen anknüpfen. 2025 stand die Mannschaft im Pokalfinale. In den vergangenen Jahren hielten sich die Unabhängigen im Mittelfeld der Tabelle auf. Als Tabellen-Fünfter der Saison 2025/26 wird die Truppe am internationalen CEV Volleyball Challenge Cup teilnehmen. Das gelang dem VCW in der Saison 2023/24, als man die Bronzemedaille holte. Die beiden Liga-Begegnungen 2025/26 hat der VCW jeweils nach fünf Sätzen gewonnen (Tiebreak, 20:18 und 15:8).

Die USC-Mannschaft des Österreichers Matthias Pack testete gegen die Bundesliga-Konkurrenz aus Aachen, Borken und Hamburg sowie gegen Belgiens Meister Beveren. Zu den etablierten Athletinnen zählen Elena Kömmling (Außenangriff), Libera Pippa Molenaar (Niederlande) und Zuspielerin Emilia Jordan. Neuzugänge auf den Außenpositionen sind Isabel „Bel“ Zimmerman und Madison Scheer (beide USA) sowie Leana Zuvic (kam vom Vizemeister VC Kanti Schaffhausen). Interessant dürfte auch sein, welche Impulse von Franziska Heil kommen. Die 17-jährige Diagonale reiste im Mai mit der deutschen A-Nationalmannschaft zum Four Nations Cup nach Apeldoorn. Mittelblockerin Chalina Lederer spielte zuvor ein Jahr in Mexiko. Die 18-jährige Zuspielerin Emma Tischer (Vater Simon war bis 2018 Nationalmannschaftskapitän; u.a. Champions-League-Sieger) rutschte für Carla Fuchs (Schulter-OP) ins Team. Libera Nele Drosihn (17) hat ein Doppelspielrecht für den VCO-Nachwuchs und die Profis. Außenangreiferin Amelie Strothoff fällt nach einer Knie-OP für die Saison aus.

Generelles zur Saison 2026/27

Zehn Teams eröffnen die Saison 2026/27 der „DEKRA 1. Volleyball Bundesliga Frauen“ am 10. Oktober. Münster und Wiesbaden ziehen einen Tag später nach. Titelverteidiger VfB Suhl Lotto Thüringen empfängt die Binder Blaubären TSV Flacht, die wie die Skurios Volleys Borken und die ETV Hamburger Volksbank Volleys in ihre zweite Oberhaus-Rallye gehen. Wieder dabei: Rote Raben Vilsbiburg. Der Traditionsclub hatte im Sommer 2024 freiwillig die Bundesliga-Lizenz zurückgegeben. Der Meister der 2. Bundesliga Pro 2025/26 fühlt sich wirtschaftlich wieder für „ganz oben“ gerüstet. Das wird von einer zweijährigen Nichtabstiegsregel gestützt. Die zwölf Teams spielen eine einfache Hauptrunde mit Hin- und Rückspielen aus. Die Plätze 1 bis 8 sind für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert. Vom 20. März bis 2. Mai wird der Deutsche Meister ermittelt. Streaming-Anbieter Dyn überträgt alle Spiele gegen Gebühr live und auf Abruf.

Neue Regeln

Die Volleyball Bundesliga (VBL) folgt der Entscheidung des Europäischen Volleyball Verbands (CEV) und übernimmt zunächst weitere Regeltests in allen VBL-Wettbewerben. Vier Beispiele: (1) Berührt der Ball nach der ersten oder zweiten Ballberührung eines Teams die Decke und bleibt anschließend auf der eigenen Seite spielbar, darf der Ballwechsel fortgesetzt werden. Prallt er in die gegnerische Spielfläche zurück, ist er „aus“. (2) Statt sechs sind nun acht Wechsel der Athletinnen pro Satz möglich. (3) Innerhalb der 14er-Mannschaftsliste können am Spieltag zwei, eine oder keine Libero benannt werden. (4) Schiedsrichter/-innen beenden klare (Fehler-)Situationen nicht mehr mit Pfiff, sondern mit Handzeichen.

(Text: Sabine Ursel)

VCW-Kader für die Saison 2026/27

Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande; Trikotnr. 11), Hanna Weinmann (6)

Außenangriff: Cayetana López Rey (Spanien; 2), Julia Murmann (Kanada; 5),
Sara Pustahija (Serbien; 99)

Diagonal: Marharyta Geiko (Ukraine; 3), Jovana Dordević (8)

Mittelblock: Rachel Gomez (USA; 17), Roos Wessels (Niederlande; 4),
Kathi Breitenbach (7)

Libera: Rene Sain (Kroatien; 9), Emma Burda (10)

 

TERMINE – 1. Volleyball Bundesliga Frauen

11.10.2026 (Sonntag)
16:00 Uhr: USC Münster – VCW
Münster, Sporthalle Berg Fidel

14.10.2026 (Mittwoch)
19:30 Uhr: VCW – Ladies in Black Aachen
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

17.10.2026* (Samstag) – im Free TV bei Sport1
17:15 Uhr: VCW – Skurios Volleys Borken –
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

*Im Anschluss (Doppelspieltag)
20:15 Uhr: VC Wiesbaden 2 – Pink Crew München
2. Bundesliga Frauen Süd

24.10.2026 (Samstag)
19:00 Uhr: Rote Raben Vilsbiburg – VCW
Vilsbiburg, Ballsporthalle

28.10.2026 (Mittwoch)
19:30 Uhr: VCW – ETV Hamburger Volksbank Volleys
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

31.10.2026 (Samstag)
19:00 Uhr: Allianz MTV Stuttgart – VCW
Stuttgart, SCHARRena

 

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