Erstes Heimspiel! VCW fordert die „Ladies“
Die Fans haben lange darauf gewartet: Der VC Wiesbaden ist am Mittwoch endlich wieder live im Kampf um Punkte in der heimischen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit zu erleben (14.10.2026; 19:30 Uhr). Gegnerinnen sind die Ladies in Black Aachen – eine Begegnung der DEKRA 1. Volleyball Bundesliga, die ein Match auf Augenhöhe und damit viel Spannung verspricht.
Und: Am Samstag darauf steht schon das nächste Highlight an gleicher Stelle an. Am 17.10.2026 (17:15 Uhr) spielt die Mannschaft von VCW-Cheftrainer Paul Sens und seine Co-Trainer Jochen Schöps und Marcos Fernández gegen die Skurios Volleys Borken. Im Anschluss läuft dann beim ersten von drei Doppelspieltagen Wiesbadens Nachwuchsmannschaft auf (ca. 20:15 Uhr): Der VCW 2 empfängt im Spiel der 2. Bundesliga Frauen Süd die Pink Crew München in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Tickets sichern: hier
Am vergangenen Sonntag ist der VCW mit einer vielversprechenden Performance in die neue Erstligasaison eingestiegen. Trotz der 1:3-Niederlage beim USC Münster zeigte die Mannschaft bei engen Satzverläufen eine beachtliche Moral und schon ein gutes Spielverständnis in Abwehr und Angriff.
Über die Ladies
Die Ladies in Black hatten mit dem SSC Palmberg Schwerin am Samstag gleich einen der Meisterschaftsfavoriten vor der Brust. 0:3 hieß es nach nur 65 Minuten. Im ersten Abschnitt konnte die Mannschaft von Mareike Hindriksen noch einigermaßen Paroli bieten (17:25). Aber dann fehlten schlichtweg die Mittel gegen die in bemerkenswerter Frühform agierenden Schwerinnerinnen (11:25, 15:25). Aachens Diagonale Hanna Freiynfeldova konnte sich die silberne MVP-Medaille umhängen (3 Punkte). Gold ging an SSC-Außenangreiferin Helena Kok (Niederlande; 7 Punkte).
Hanna Freiynfeldova und der vom Dresdner SC gekommenen Niederländerin Rosa Entius kommt in dieser Saison eine tragende Rolle zu. Sie sollen Celine Jebens möglichst gleichwertig ersetzen, die in der Vorsaison eine der Liga-Besten auf der Diagonalposition war. Die 22-Jährige – beim VC Wiesbaden unter dem damaligen Chefcoach Benedikt Frank und heutigen Geschäftsführer Sport von 2023 bis 2025 weiterentwickelt – spielt mittlerweile in Frankreich bei Béziers Volley. Aachen setzt zudem weiter auf die beiden bewährten Außenangreiferinnen Tsvetelina Ilieva (Bulgarien) und Zoi Mavrommatis (Spanien), die ihre zweite Saison in Aachen bestreiten. Neu im Team sind u.a. die Mittelblockerinnen Veronika Djokic (bei Benfica Lissabon Teil der Meistermannschaft 2024/25; zuvor SC Potsdam) und Liana Sarkissian (USA; kam von der Dayton University in den USA) sowie auf der Libera-Position Kapitänin Florien Reesink (Niederlande, zuvor Schwerin) und Melisa Nafia Demirer (zuvor Skurios Volleys Borken).
In der vergangenen Saison hatte der VCW das Auftaktspiel bei Aachen im Tiebreak (12:15) verloren. Zwei Athletinnen zeichneten sich damals mit beachtlichen 24 Punkten aus: Celine Jebens und VCW-Außenangreiferin Cayetana Lopéz Rey. Die Spanierin hat sich seitdem weiterentwickelt. Am Sonntag in Münster knackte sie wieder einmal die 20-Punkte-Marke. Die Aachenerinnen dürften sich nach der empfindlichen Niederlage gegen Schwerin geschüttelt haben – sie schielen am Mittwoch auf erste (Auswärts-)Punkte, zumal man es am kommenden Samstag mit dem Dresdner SC erneut mit einem Meisterschaftsfavoriten zu tun bekommt – eine schwierige Konstellation zum Beginn der Saison für den VCW-Gast also.
Paul Sens erwartet „heißen Tanz“
„Aachen will in Wiesbaden einiges gutmachen. Sie werden aus dem schwierigen Match gegen Schwerin ihre Lehren gezogen haben“, sagt VCW-Chefcoach Paul Sens. „Wie die Ladies sind auch wir unter Zugzwang. Ich betone nochmal, dass den Begegnungen mit und auch zwischen Münster, Aachen und Erfurt besondere Bedeutung für die Tabelle zukommt. Am Mittwoch können unsere Fans einen heißen Tanz erwarten. Die Ladies und auch unsere Athletinnen werden sich aufopfern, es wird um jeden Ball bis zum Umfallen gekämpft.“ Auf VCW-Seite wird dann voraussichtlich auch erstmals Sara Pustahija in offizieller Mission um Punkte auflaufen. Die Serbin – mit der kuriosen Trikotnummer 99 ausgestattet – musste bis zuletzt noch auf ihre Freigabe ihres Heimatverbandes warten.
Auch Thomas Utsch, ehrenamtlicher Geschäftsführer der VC Wiesbaden Spielbetriebs GmbH, sieht dem ersten Heimauftritt des VCW in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit mit Spannung entgegen – er setzt auf eine „mega Unterstützung der Fans“. Die wird künftig vom neuen Hallensprecher Kai Völker angeheizt, der schon in der vergangenen Saison vertretungsweise für den ausgeschiedenen Tobias Radloff im Einsatz war. „Wir haben in dieser Saison elf Bundesliga-Heimspiele, durch den Aufstieg der Roten Raben Vilsbiburg also eins mehr als die Saisons davor. Das ist für alle zwölf Erstligisten ein enorm wichtiger finanzieller Aspekt“, betont Thomas Utsch. Die neuen Regeln im Volleyball-Oberhaus sieht er im Übrigen positiv: „Es gab beim Spiel in Münster viele Überprüfungen. Das Challenge-System unterbricht den Spielrhythmus zwar kurzzeitig, sorgt aber für mehr Klarheit.“
Video-Challenge: Mehr Klarheit, mehr Spannung
Bei allen Helfer-Teams gibt es neue, zusätzliche Aufgaben zu verrichten. Seit Saisonbeginn ist das System des Anbieters Super Volley Vision an allen Standorten der 1. Bundesliga Frauen und Männer verbindlicher Standard. 1,2 Millionen Euro wurden dafür investiert. 14 hochauflösende Kameras pro Arena sollen strittige Szenen (u. a. In/Out, Block-Touch, Netzfehler) präzise aufklären. Für die Mannschaften bedeute das laut VBL „absolute Fairness auch bei Ballgeschwindigkeiten von über 100 km/h.“ Die Challenge-Szenen werden live auf Video-Wänden in den Hallen ausgespielt. Die bisherigen Linienrichter-Teams fallen weg. Rund 50 Video-Schiedsrichter/-innen wurden von der VBL zur Bedienung des neuen Systems ausgebildet.
Der Heimverein übernimmt die Verantwortung für die organisatorischen, personellen und technischen Voraussetzungen, auch die sachgemäße Lagerung der Technik. Neben der technischen Komponente sind grundlegende Kenntnisse zur Software und Anwendung erforderlich, ebenso Klebeband in der Farbe des Bodens, Kabelbrücken, Markierungshilfen und Backups im Falle von Ausfällen etc. „Laut Lizenzstatut muss das Video-Challenge-System spätestens 90 Minuten vor Spielbeginn voll einsatzbereit sein“, berichtet Christopher Fetting, der nun als Manager Spielbetrieb und Sales beim VCW agiert. „Am Montag haben wir bereits mit dem Aufbau für das Heimspiel am Mittwoch begonnen, um genug Zeit für Proben zu haben. Später passiert das dann am Spieltag. Wir danken unseren Ehrenamtlichen, die sich in die Thematik eingearbeitet haben und nun für einen reibungslosen Verlauf über die Saison hinweg sorgen. Bei einem Heimspiel sind im Übrigen viele Ehrenamtliche unermüdlich von morgens bis Mitternacht im Einsatz, und das meist seit vielen Jahren“, betont Christopher Fetting. „Ohne dieses Engagement wäre ein Profi-Betrieb in der 1. Liga für uns und auch für die anderen Clubs so nicht denkbar. Auch dafür ganz herzlichen Dank.“
Der VCW-Manager verweist auf die gesteigerte Sichtbarkeit der kommenden Volleyball-Events. An 250 markanten Stellen in Wiesbaden wurden Plakate mit den Heimspielterminen angebracht. „Wir wünschen uns, dass ganz Wiesbaden dabei ist und mit unseren Bundesliga-Teams um die Tabellen-Platzierung kämpft.“
(Text: Sabine Ursel)
VCW-Dauerkarten und "Starting Six"-Bundle
Wer viel Volleyball erleben möchte, für den lohnt sich die Dauerkarte noch: Rein rechnerisch rentiert sie sich bei Kauf bis zum zweiten Heimspiel am 17.10.2026. Mit dem Bundesliga-Bundle gibt es nahezu an jedem Wochenende Volleyball, denn die Karte gilt für alle Heimspiele der 1. Bundesliga Frauen und des Nachwuchsteams VCW 2 (2. Bundesliga Süd), dazu mit festem Stammplatz. Ist man an einem Spieltag verhindert, lässt sich der Sitzplatz über die Übertragungsfunktion an Freunde oder Verwandte weitergeben.
Wer nicht zu jedem Heimspiel kommen kann, wählt alternativ das „Starting Six“-Bundle: Sechs Heimspiele der Hauptrunde sind frei wählbar, mit festem Stammplatz und günstigerem Paketpreis als beim Einzelkauf.
VCW-Kader für die Saison 2026/27
Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande; Trikotnr. 11), Hanna Weinmann (6)
Außenangriff: Cayetana López Rey (Spanien; 2), Julia Murmann (Kanada; 5),
Sara Pustahija (Serbien; 99)
Diagonal: Marharyta Geiko (Ukraine; 3), Jovana Dordević (8)
Mittelblock: Rachel Gomez (USA; 17), Roos Wessels (Niederlande; 4),
Kathi Breitenbach (7)
Libera: Rene Sain (Kroatien; 9), Emma Burda (10)
TERMINE – 1. Volleyball Bundesliga Frauen
14.10.2026 (Mittwoch)
19:30 Uhr: VCW – Ladies in Black Aachen
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit
17.10.2026* (Samstag) – im Free TV bei Sport1
17:15 Uhr: VCW – Skurios Volleys Borken –
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit
*Im Anschluss (Doppelspieltag)
20:15 Uhr: VC Wiesbaden 2 – Pink Crew München
2. Bundesliga Frauen Süd
24.10.2026 (Samstag)
19:00 Uhr: Rote Raben Vilsbiburg – VCW
Vilsbiburg, Ballsporthalle
28.10.2026 (Mittwoch)
19:30 Uhr: VCW – ETV Hamburger Volksbank Volleys
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit
31.10.2026 (Samstag)
19:00 Uhr: Allianz MTV Stuttgart – VCW
Stuttgart, SCHARRena
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