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VCW furios! 3:0 gegen die Ladies in Black

Willensstärke, Präsenz, Abwehrbereitschaft, Angriffslust ... Der  VC Wiesbaden hat am Mittwochabend in der heimischen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit eine b(l)ockstarke Performance geboten. Mit 3:0 (25:22, 25:17, 25:22) bezwang man im ersten Heimspiel der Saison 2026/27 der DEKRA 1. Volleyball Bundesliga die Ladies in Black Aachen.

Nachdem sich die Hessinnen am vergangenen Sonntag beim USC Münster trotz ansprechender Leistung nicht belohnen konnten (1:3), präsentierte sich das Team nun beeindruckend geschlossen – Lerneffekt eingetreten. Alle Elemente waren auf der Höhe. Die Abwehr hatte teilweise Beton angerührt. Libera Rene Sain flog munter durch die Luft, um den Ball immer wieder erfolgreich im Spiel zu halten. Die Mitte – vor allem Roos Wessels – punktete beständig, Sanne Konijnenberg stellte souverän zu und auch die beiden Außenangreiferinnen Cayetana López Rey und Julia Murmann machten dem Publikum mit ihren Power-Schlägen so richtig Spaß. 1.371 Fans waren dabei, wie der neue VCW-Hallensprecher Kai Völker verkündete. Als Gold-MVP rief er nach Spielschluss dann Julia Murmann (14 Punkte) aus. Die silberne Medaille ging an Aachens bulgarische Außenangreiferin Tsvetelina Ilieva (13 Punkte).

Die Ladies starteten an diesem Abend mehr Attacken als der VCW (110 – 98), waren dabei aber weniger wirkmächtig. Auch die teilweise starken Aufschläge der Mannschaft von Mareike Hindriksen brachten keine Wende. Die Gastgeberinnen hatten auf alles eine Antwort und zeigten sich auch im engen dritten Abschnitt nervenstark. Das hessische Kollektiv von Chefcoach Paul Sens und seinen Co-Trainern Jochen Schöps und Marcos Fernández machte allerbeste Werbung für die nächste Begegnung im Volleyball-Oberhaus: Schon am kommenden Samstag (17.10.2026, 17:15 Uhr) treten die Skurios Volleys Borken in Wiesbaden an. Und: Im Anschluss (ca. 20:15 Uhr) läuft beim ersten von drei Doppelspieltagen der VCW-Nachwuchs im Spiel der 2. Volleyball Bundesliga gegen die Pink Crew München auf. Tickets sichern: hier

Die Story zum Spiel gegen die Ladies in Black

Erster Satz: 25:22 (1:0)

Gleich zwei Video Challenges gab es in den ersten Minuten, von denen der VC einmal profitierte. Die Gastgeberinnen hatten den besseren Lauf und lagen rasch mit 9:2 vorn – auch, weil die Ladies den Ball mehrfach ins Aus beförderten. Mareike Hindriksen holte ihre Sechs folgerichtig früh zum Rapport. Die zweite Auszeit nahm sie beim 10:16 aus ihrer Sicht. Der VCW hielt den hohen Druck aufrecht und gefiel  auch durch manch schöne Flugabwehr. Beim 20:15 gab nun auch Paul Sens ein paar Impulse an der Seitenlinie. Cayetana López Rey und Julia Murmann beantworteten das mit dem 21:17 und 22:18. Aber nun wurde es doch nochmal eng (23:21) – es folgte die zweite Wiesbadener Auszeit. In der Endphase übernahm Julia Murmann wiederholt Verantwortung (24:21). Und dann war er geschafft – der erste VCW-Satzgewinn der Saison 2026/27 in der Heimarena.

Zweiter Satz: 25:17 (2:0)

Das 4:0 des VCW hielt der ersten Challenge in diesem Abschnitt nicht stand (also 3:1), was zum Unmut der „blauen Fans“ führte. Die waren aber gleich wieder voll bei der Sache, um spektakuläre Abwehraktionen von Rene Sain zu feiern. Dass aber die diversen Video Challenges beileibe nicht immer gut ankommen, war (nicht nur) in dieser Phase deutlich vernehmbar. Die Hessinnen hielten ihre Kontrahentinnen unterdessen weiter auf Abstand (15:7) und die Menge bei Laune. Die Ladies kamen einfach nicht in den Flow (18:9). Cayetana López Rey schlug den gegnerischen Block zum möglichen Satzgewinn an (24:17) – und dann waren es die Gäste, die dem VCW mit einem Ball ins Aus auch den zweiten Satzgewinn bescherten.

Dritter Satz: 25:22 (3:0)

Beim 2:3 lag er VCW erstmals in diesem Match hinten ... und beim 2:5 mahnte Paul Sens in seiner Auszeit zu mehr Fokussierung. Das zeigte leicht verzögert Wirkung: Mit einem riskanten Service stellte Cayetana López Rey auf 8:8. Nach erneuter Challenge führte nun der VCW mit 9:8. Beim 11:10 eine Schrecksekunde, als Julia Murmann strauchelte, dann aber weitermachen konnte. Das Spiel blieb offen: 12:12, 13:13 und ein schöner Blockpunkt von Roos Wessels zum 14:13, ehe sich die Hessinnen auf 17:13 durch Diagonale Marharyta Geiko absetzen konnten. Die Gastgeberinnen hatten immer wieder glückliche Händchen im Block parat. Aachen bäumte sich in dieser Phase nochmal auf und verkürzte auf zwei Punkte (21:19). Den längsten Ballwechsel entschieden auch die Ladies für sich (23:21) – ja, und dann war man sogar auf einen Zähler am VCW dran ... Aber prompt folgten zwei Eigenfehler, und damit hatte Wiesbaden mit 3:0 gewonnen.

In Sachen Ballsport war es ein durchaus denkwürdiger Mittwochabend, denn auch die Fußballprofis des SV Wehen Wiesbaden waren bei ihrer Partie in der benachbarten Brita-Arena mit 3:0 gegen Alemania Aachen erfolgreich. In der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit gab es indes nach Spielschluss noch einen Zwischenfall: Eine Zuschauerin wurde kurzzeitig ärztlich behandelt.

(Text: Sabine Ursel)

STATEMENTS

Paul Sens: „Obwohl wir nach dem Münster-Spiel nur zwei Tage Zeit hatten, um ein paar Fehlerbilder abzustellen, ist uns gegen Aachen einiges gut gelungen. Das zeigt zum Beispiel die Blockstatistik. Insgesamt waren wir viel griffiger und präziser, auch in der Abwehr. Und auch der gute Aufschlag hat zum Erfolg beigetragen. Aus der Annahme heraus war es indes weniger solide als gegen Münster. Ich freue mich sehr für die Mannschaft. Die Fans haben ein tolles Spiel gesehen und ich bin sicher, dass wir auch am kommenden Samstag gegen Borken gemeinsam die Halle rocken.“

Julia Murmann: „Wir wollten etwas gutmachen, und das ist uns gelungen. Wir haben zuletzt viel gearbeitet und dann im Spiel vor unseren Fans viel Energie auf den Platz gebracht. Der Gegner hat stark aufgeschlagen, da mussten wir dagegenhalten. Jetzt freuen wir uns auf das Match gegen Borken.“

VCW-Kader 2026/27 + Punkte

Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande; 6 Punkte), Hanna Weinmann (nicht eingew.)

Außenangriff: Cayetana López Rey (Spanien; 11), Julia Murmann (Kanada; 14),
Sara Pustahija (Serbien; nicht eingew.)

Diagonal: Marharyta Geiko (Ukraine; 7), Jovana Dordević (nicht eingew.)

Mittelblock: Rachel Gomez (USA; 4), Roos Wessels (Niederlande; 10),
Kathi Breitenbach (nicht eingew.)

Libera: Rene Sain (Kroatien), Emma Burda

TERMINE – 1. Volleyball Bundesliga Frauen

17.10.2026* (Samstag) – im Free TV bei Sport1
17:15 Uhr: VCW – Skurios Volleys Borken –
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

*Im Anschluss (Doppelspieltag)
20:15 Uhr: VC Wiesbaden 2 – Pink Crew München
2. Bundesliga Frauen Süd

24.10.2026 (Samstag)
19:00 Uhr: Rote Raben Vilsbiburg – VCW
Vilsbiburg, Ballsporthalle

28.10.2026 (Mittwoch)
19:30 Uhr: VCW – ETV Hamburger Volksbank Volleys
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

31.10.2026 (Samstag)
19:00 Uhr: Allianz MTV Stuttgart – VCW
Stuttgart, SCHARRena

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