Dreimal Vilsbiburg: In VBL und Europapokal gegen die Rote Raben
Die Bundesliga-Volleyballerinnen des VC Wiesbaden und ihr bayerischer Liga-Konkurrent Rote Raben Vilsbiburg werden sich in den kommenden Wochen häufiger begegnen. Gleich dreimal treffen beide Teams aufeinander: Zunächst am morgigen Samstag im ersten Rückrundenspiel in der aktuellen Saison der Volleyball Bundesliga. Darüber hinaus bestreiten beide Mannschaften das Europapokal-Achtelfinale im CEV Challenge Cup gegeneinander. Das Hinspiel findet voraussichtlich am 20. Januar in Vilsbiburg, das Rückspiel dann eine Woche später in Wiesbaden statt.
Diese eher ungewöhnliche Situation, dass zwei deutsche Mannschaften in einem europäischen Wettbewerb aufeinander treffen, ist möglich geworden, weil die Bayerinnen gestern Abend ihr Europapokal-Rückspiel beim belgischen Vertreter Dauphines Charleroi zunächst mit 3:0 gewannen (Hinspiel: 0:3) und sich schließlich im „Golden Set“ das Achtelfinal-Ticket sicherten. Der VCW hat seinerseits am vergangenen Mittwoch Minchanka Minsk geschlagen und sich in den Kreis der besten 16 Mannschaften dieses Wettbewerbs gespielt.
Trotzdem richtet sich der Fokus der Wiesbadenerinnen nun zunächst voll und ganz auf die morgige Bundesliga-Partie. „Die Chancen stehen 50:50“ rechnet VCW-Chef-Coach Dirk Groß. Die Raben seien sicherlich Favorit, da sie den Heimvorteil auf ihrer Seite hätten, „aber sie haben durch die Partie gestern Abend weniger Regenerationszeit“. Dennoch, so Groß weiter, müsse sein Team nochmal alles in Waagschale werfen, um bei den Bayern bestehen zu können. „Die Raben haben sich sehr gut entwickelt und sind in Angriff und Zuspiel gut besetzt“, zeigt der Coach Respekt vor dem morgigen Gegner.
Beiden Teams – die Raben stehen mit einem Punkt Vorsprung auf den VCW, allerdings mit einem Spiel weniger auf Platz fünf in der Tabelle – würden drei Punkte gut zu Gesicht stehen. Außerdem zeigten sich beide Kontrahenten in den vergangenen Ligaspielen stark: Nach sechs gewonnenen Partien musste sich der VCW vergangenes Wochenende lediglich gegen Tabellenführer Schwerin geschlagen geben. Auch das Team aus Bayern hat aus den vergangenen sechs Begegnungen fünf Spiele gewonnen. Die verlorene Partie ging im Entscheidungssatz ebenfalls an Schwerin. Alles spricht also für ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn der VCW im Hinspiel vor eigenem Publikum mit 1:3 unterlegen war.
„Wenn wir wie gegen Minsk mit Selbstbewusstsein und einem druckvollen Aufschlag ins Spiel gehen, ist alles möglich“, sagt Trainer Dirk Groß abschließend. Die Partie Rote Raben Vilsbiburg gegen VC Wiesbaden wird am Samstagabend um 19 Uhr in der Ballsporthalle Vilsbiburg angepfiffen. Einen Livestream der Begegnung gibt es hier: http://sportdeutschland.tv/vbl/rote-raben-vilsbiburg-vs-vc-wiesbaden-4_2
Die Bundesliga-Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben das Achtelfinale des CEV Challenge Cup erreicht. In einem spannenden Europapokal-Rückspiel im weißrussischen Minsk konnten sich die Wiesbadenerinnen mit 3:1 (25:18, 25:23, 25:27, 25:19) gegen Minchanka Minsk durchsetzen. Das Hinspiel in Wiesbaden hatte der VCW mit 2:3 verloren.
Nein, in Weißrussland war der erfahrene Chef-Coach der Bundesliga-Volleyballerinen noch nie. „Aber ich war schon in Russland“ wie Dirk Groß zu Protokoll gibt. Morgen wird dem Trainer und dem gesamten Profi-Team des VCW also ein bislang völlig unbekannter Stempel in den Reisepass gedrückt – und zwar jener des größten Binnenlandes, das vollständig in Europa liegt.
Beim aktuellen Tabellenführer Schweriner SC unterlagen Wiesbadens Bundesliga-Volleyballerinnen am gestrigen Samstagabend mit 1:3 (26:24, 12:25, 13:25, 21:25). Die Wiesbadenerinnen kassierten damit die erste Niederlage nach zuletzt sechs Siegen in Folge.
Kurz vor Abschluss der Hinrunde wird das Bundesligateam des VC Wiesbaden auf eine harte Probe gestellt: Am Samstagabend sind die Wiesbadener Volleyballerinnen beim aktuellen Tabellenführer der Volleyball Bundesliga Schweriner SC zu Gast. Anpfiff in der Palmberg Arena ist um 19 Uhr. Für die Wiesbadenerinnen ist dies das insgesamt 16. Pflichtspiel in nicht mal zwei Monaten.










