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Texas-Girl beim VCW + Marlene Rieger geht

Der Kader des VC Wiesbaden für die Saison 2026/27 der 1. Volleyball Bundesliga Frauen ist komplett. Zwölf hochmotivierte Athletinnen gehen ab Oktober für die Hessinnen auf Punktejagd. Elf Spielerinnen wurden bereits vermeldet – letztes Puzzleteil der neuen, vielversprechenden VCW-Riege ist Sara Pustahija. Die 22-jährige serbische Außenangreiferin spielte bisher in den USA für die Texas University at El Paso (UTEP).

„Sara hat einige gute Saisons in den USA gespielt. Wir gewinnen mit ihr eine sehr athletische, schnellkräftige Außenangreiferin, die einen tollen ersten Ball spielen kann. Auch ihre Stabilität und das beachtliche Sprungvermögen haben uns überzeugt“, sagt VCW-Sportdirektor Benedikt Frank. Wiesbadens neuer Chefcoach Paul Sens verweist auf Sara Pustahijas Vielseitigkeit: „Sie bringt Qualität in allen Elementen mit. Vor allem ihre Ballkontrolle und Dynamik können uns voranbringen.“

Das sagt Sara Pustahija

„Die deutsche Bundesliga ist eine der stärksten Ligen in Europa und ich freue mich sehr, dass ich mich jetzt hier beweisen kann. Mit den VCW-Verantwortlichen hatte richtig gute Gespräche. Ich will ganz viel bewirken und positive Energie auf den Platz bringen. Ich hasse es zu verlieren, bin aber zugleich eine Spielerin, die alles für ihr Team gibt. Auf unsere Heimarena am Platz der Deutschen Einheit bin ich gespannt. Ich habe in El Paso im Memorial Gym gespielt – eine Halle mit über 5.000 Plätzen. Die Stimmung dort war toll. In Wiesbaden ist es aber auch sehr, sehr laut. Ich freue mich auf eine gute Connection mit den Fans. Ich bin schon früh in Wiesbaden, weil mein Freund in Frankfurt wohnt. Deutschland ist mir von einigen Reisen ohnehin bekannt. Ich habe Verwandte in München. Ich mag die Kombination von Tradition und Moderne hier und auch deutsches Essen. Probleme beim Eingewöhnen habe ich also nicht. Es kann losgehen!“

Beeindruckende Performance beim US-Abschied

Die 1,85 Meter große gebürtige Belgraderin wechselt nach einem Karriere-Highlight in Texas in die hessische Landeshauptstadt. Die UTEP Miners lieferten 2025 einen Rekord mit 15 Siegen und nur einer Niederlage im CUSA-Wettbewerb. Nach den letzten beiden 3:0-Siegen in Folge gegen die Florida International University (FIU) würdigen die Miners Saras Pustahijas „überragende Leistung in Angriff und Abwehr als mitentscheidend für den ersten USA-Conference-Titel in der regulären Saison in der Geschichte des CUSA-Programms“. Sara Pustahija (Trikotnummer 99) stand in beiden „Endspielen“ in der Startaufstellung, bestritt alle sechs Sätze und verbuchte 18 Kills bei nur einem Fehler. Zudem steuerte sie zwei Asse bei. Und auch in der Abwehr wusste sie mit sieben Blocks, darunter zwei Solo-Blocks, und neun Digs zu beeindrucken. Sie beendete das Wochenende mit teaminternen Bestwerten (24,5 Punkte, 4,08 pro Satz) und leistete in jeder Spielphase entscheidende Beiträge. Insgesamt haben die „2025 Miners“ eine der erfolgreichsten Spielzeiten in ihrer Geschichte hingelegt – „mit Meisterschaft, Rekorden, hoher nationaler Anerkennung und anhaltender Spitzenleistung“, wie die Verantwortlichen vermeldeten. „Es war ein Jahr, in dem nicht nur Meisterschaftsbanner gehisst und Erwartungen gesteigert wurden, sondern auch ein neuer Maßstab dafür gesetzt wurde, was den UTEP-Volleyball heute ausmacht.“

Vielversprechende Dreierkonstellation

Die Serbin (geboren am 1.12.2003) kommt aus einer sportlichen Familie. Die Mutter war Handballerin, der Bruder ist Basketballer. Der Vater spielte Volleyball und trainierte auch. Sara Pustahija lief in ihrem Heimatland von 2018 bis 2020 bei Radnički Beograd und 2021/22 bei OK Inđija auf, ehe sie 2022 nach Texas wechselte. In Wiesbaden wird sie nun gemeinsam mit der neu verpflichteten Kanadierin Julia Murmann (23 Jahre) und Spanierin Cayetana López Rey (21; in ihrer 2. VCW-Saison) ein schlagkräftiges Trio im Außenangriff und zugleich eine verlässliche Bank in der Annahme bilden. „Damit haben wir eine sehr gute Konstellation geschaffen“, wie Bene Frank betont.

Nächste Entwicklungsstufe für Marlene Rieger

Nachwuchsmittelblockerin Marlene Rieger (19), die gerade ihr Abitur mit Note 1,7 am Wiesbadener Elly-Heuss-Gymnasium bestanden hat, wird ihren sportlichen Weg bei NawaRo Straubing in der Sparda 2. Liga Pro fortsetzen. Ein Karriereplan, der in ausführlichen Gesprächen mit der jungen Athletin, ihren Eltern und Sportdirektor Bene Frank entwickelt wurde. Sie kam in der Saison 2022/23 vom VCO Berlin zum VCW, spielte hier in der U20, in der Saison 2024/25 beim VCW 2 in der 2. Volleyball Bundesliga Frauen Süd und zuletzt im Profi-Team. Benedikt Frank: „Marlene hat sich bei uns gut entwickelt. Bei ihr geht es jetzt darum, sich mehr Einsatzzeit zu erarbeiten, um sportlich weiter zu wachsen. Bei den ambitionierten Straubingern – immerhin Zweiter der vergangenen Saison –gewinnt sie neue Erfahrungen auf und neben dem Platz. Wir freuen uns für Marlene und auch Straubing und wünschen alles Gute. Wir bleiben in Verbindung.“

VCW-Kader für die Saison 2026/27 (komplett)

Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande), Hanna Weinmann

Außenangriff: Cayetana López Rey (Spanien), Julia Murmann (Kanada),
Sara Pustahija (Serbien)

Diagonal: Marharyta Geiko (Ukraine), Jovana Dordević

Mittelblock: Rachel Gomez (USA), Roos Wessels (Niederlande), Kathi Breitenbach

Libera: Rene Sain (Kroatien), Emma Burda

 

Zu den beiden Spielplänen des VCW:

Erstliga-Team ||| Bundesliga-Nachwuchs, VCW 2

 

VCW-Fanshop: vc-wiesbaden.shop

 

Foto: UTEPVB

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