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VCW empfängt den Dresdner SC zum Saisonauftakt

Am morgigen Mittwoch, den 06. Oktober 2021, gastiert der amtierende Deutsche Meister aus Dresden um 19:30 Uhr in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Unter Einhaltung der 3G-Regel wird erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie ein Pflichtspiel mit der Unterstützung von Zuschauern ausgetragen. Zusätzlich wird die Partie auf www.sport1extra.de kostenpflichtig live übertragen.

Mit dem Dresdner SC erwarten die Wiesbadenerinnen einen hochkarätigen Gegner, der in der vergangenen Saison nicht grundlos an der Tabellenspitze der 1. Volleyball Bundesliga zu finden war. Mit der Schweizerin Maja Storck verfügt der DSC über eine herausragende Diagonalangreiferin und letztjährige MVP der Belle Etage. Auch Jennifer Janiska, die seit Jahren zu den Leistungsträgerinnen der Deutschen Nationalmannschaft zählt, gilt als Stabilitätsgarant der Dresdner Annahme und bewies insbesondere im Playoff-Finale 2021 Führungsqualitäten. Nebst dem talentierten deutschen Libera-Duo Linda Bock und Sophie Dreblow sorgen hoffnungsvolle Eigengewächse des VC Olympia Dresden wie Sina Stöckmann und die mit einem Doppelspielrecht ausgestattete Julia Wesser für die notwendige Entlastung auf der aktuell nur dünn besetzten Annahme-Außen-Position. Den Mittelblock bilden Nationalspielerin Monique Strubbe, die Kanadierin Layne van Buskirk sowie Punktegarant Madeleine Gates.

Nach dem Saisonaus der US-amerikanischen Außenangreiferin Jacqueline Quade, die sich während eines Vorbereitungsturniers einen vorderen Kreuzbandriss zuzog und der vorzeitigen Vertragsauflösung von Emma Cyris, profitiert das Team um Cheftrainer Alexander Waibl von der Variabilität Linda Bocks. Die 21-Jährige etatmäßige Libera bewies beim Supercup am vergangenen Samstag gegen den SSC Palmberg Schwerin die nötige Durchschlagskraft im Außenangriff und verhalf den Dresdnerinnen zum ersten Titelgewinn des Supercups in der Vereinshistorie. Neben der ehemaligen Stanford-Zuspielerin und NCAA-Meisterin Jenna Gray besetzt mit Sarah Straube eine talentierte Nachwuchshoffnung die Position der Spielmacherin. Um Maja Storck auf der Diagonalposition zu entlasten, wurde mit Kristina Kicka eine bundesligaerfahrene Spielerin verpflichtet.

Der VCW hingegen, als Gastgeber der Partie, startet personell geschwächt in seine 18. Spielzeit in der 1. Volleyball Bundesliga. Die Saisonvorbereitung verlief trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle und dem späten Eintreffen von Justine Wong-Orantes (Olympia), Laura Künzler sowie Dalila-Lilly Topic (beide EM) mit Siegen gegen Straubing, Münster und Aachen „zufriedenstellend“, so Benedikt Frank. Doch der erfahrene Cheftrainer weiß um die Zweitrangigkeit dieser Ergebnisse, steht doch die individuelle Weiterentwicklung und die Mannschaftsfindung bei Testspielen im Mittelpunkt.

Einzig die langfristigen Ausfälle von Mittelblockerin Nina Herelová (Probleme mit dem vorderen Kreuzband) und Außenangreiferin Joyce Agbolossou (Innenmeniskusriss) sorgen für weniger Variabilität beim VCW. Erfreulich hingegen ist die Rückkehr von VCW-Zuspielerin Erica Handley. Nach einem Kapselriss im Mittelfinger ist die erfahrene US-Amerikanerin rechtzeitig zum Saisonstart wieder genesen und bereit, die Fäden im Wiesbadener Angriffsspiel zu ziehen.

Anna Wruck ergänzt mit ihrer Erfahrung wie im Vorjahr den Kader als Mittelblockerin. Das Team um Olympiasiegerin und Vizekapitänin Justine Wong-Orantes, VCW-Urgestein Tanja Großer und Mannschaftskapitänin Laura Künzler braucht sich trotz der großen Namen in den Dresdner Reihen keineswegs zu verstecken. Die junge tschechische Zuspielerin Kveta Grabovská hat sich im Laufe der Saisonvorbereitung sehr gut entwickelt, ebenso wie das junge deutsche Angriffstrio um Lena Große Scharmann, Liza Kastrup und Pia Leweling.

 „Mit viel Mut, Konzentration und Geduld sowie der nötigen Aggressivität möchten wir den Gegner vor Schwierigkeiten stellen“, formuliert Frank seine Vorgaben für die Partie. Betrachtet man die Ergebnisse der vergangenen Saison, unterstreicht dies die Underdog-Rolle des VC Wiesbaden. Bei den beiden 0:3 Niederlagen wurde der DSC seiner Favoritenrolle gerecht und gewann souverän.

VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting freut sich mit seinem gesamten Team auf den Ligastart und die hochkarätigen Gäste zum Saisonbeginn. „Unser neues und junges Team ist heiß auf die bevorstehende Saison und freut sich ungemein auf die erste Begegnung gegen den Dresdner SC. Nach über 560 Tagen ohne Zuschauer wird es nicht nur für die neuen Spielerinnen, sondern auch für unser Trainerteam und uns Funktionäre ein besonderer Moment, unsere blaue Wand wieder in Aktion erleben zu dürfen.“, so Fetting zur Partie am Mittwochabend.

Hinweis:

Am 6. Oktober 2021, 19.30 Uhr, beginnt das erste Heimspiel des VCW in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen: Gegner ist der amtierende deutsche Meister Dresdner SC. Nach ausführlicher Prüfung des Hygienekonzepts, das kürzlich nochmals an die neuen landesweit geltenden Regelungen angepasst wurde, darf der VCW im Rahmen der 3G-Regel und unter Beachtung einiger Hygieneregelungen die Halle voll auslasten. Damit gilt: Alle Besucher müssen entweder geimpft, genesen oder getestet sein und dies auch bei Einlass in die Halle nachweisen können.

Infos zum freien Ticketverkauf, Testmöglichkeiten am Spieltag und das Streaming-Angebot lesen Sie im Bericht: Blaue Wand in voller Stärke – VCW-Ticketverkauf startet am 29. September (vc-wiesbaden.de).   

Zwei Käpitäninnen gehen voraus – Mittelblockerin Herelová fällt aus

Das junge neuformierte Team des VC Wiesbaden wird in der neuen Saison der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen von Außenangreiferin Laura Künzler als Kapitänin aufs Feld geführt. Die 24-Jährige spielt seit 2013 in der Schweizer Nationalmannschaft und ist auch hier Kapitänin. Libera Justine Wong-Orantes (USA) übernimmt beim VCW Verantwortung als Vize-Kapitänin. Die 25-Jährige hat zuletzt in Tokio mit dem US-Team die olympische Goldmedaille gewonnen und ist seit zweieinhalb Wochen wieder im Training in Wiesbaden. „Beide Spielerinnen haben viel Erfahrung und können eine junge Mannschaft gut begleiten“, sagt VCW-Trainer Benedikt Frank. Um diese Führungsrolle adäquat ausfüllen zu können, seien besonnenes Auftreten und natürliche Autorität gefragt. Dafür seien Künzler und Wong-Orantes prädestiniert.

Die integrierenden Fähigkeiten beider Kapitäninnen sind derzeit auch abseits des Spielfelds angesagt. Der VCW hatte bereits während der Saisonvorbereitung mit Verletzungen im Team zu kämpfen, und nun kommt eine weitere Auszeit einer wichtigen Athletin hinzu. Die slowakische Mittelblockerin Nina Herelová war bereits wegen Nachsorge der Patellasehnen in beiden Knien in der Sommer-Reha, fällt nun aber für mehrere Monate aus. Im linken Knie haben sich unerwartete Schwierigkeiten mit dem Kreuzband ergeben, was jetzt zeitnah eine Knieoperation nötig macht. „Nina wird der Mannschaft nicht nur als wichtige Stammspielerin fehlen, sondern auch als Persönlichkeit. Sie ist eine Leaderin und wird auf dem Platz auch mal laut, wenn es die Situation erfordert“, sagt VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting. Diese Saison wird die 28-Jährige also definitiv nicht mehr auflaufen. Verletzungen dieser Art ziehen im Schnitt acht Monate Auszeit nach sich. Fetting hofft auf einen guten Reha-Verlauf und setzt damit für die Saison 2022/23 auf die slowakische Nationalspielerin, die vor ihrer Vertragsunterzeichnung beim VCW bei den Ladies in Black Aachen spielte.

Damit wurden bereits zwei ursprünglich auf zunächst ein Jahr lautende Verträge frühzeitig verlängert, denn auch Joyce Ablavi Agbolossou wird erst später im kommenden Kalenderjahr für den VCW auflaufen können. Die 19-Jährige erholt sich derzeit von ihrer Innenmeniskus-OP. „Nina und Joyce sind auch neben dem Platz für den Zusammenhalt unseres Teams wichtig. Eine Vertragsauflösung kam in diesen besonderen Fällen für uns nicht in Frage, wir übernehmen für beide Verantwortung“, betont Fetting.

Trotz der angespannten Personalsituation und den erst im Lauf des Septembers nach Wiesbaden zurückgekehrten Nationalspielerinnen (dazu zählt auch die schwedische Top-Blockerin Dalila-Lilly Topic) zieht Head Coach Frank kurz vor dem Saisonstart am 6. Oktober 2021 (19:30 Uhr) in Halle am Platz der Deutschen Einheit ein positives Fazit. „Meine junge Mannschaft hat schon einige Steine aus dem Weg räumen müssen. Die gezeigten Leistungen in den Vorbereitungsspielen waren beachtlich. Die Mädchen ziehen im Training super mit und haben bereits gutes Spielverständnis entwickelt“, sagt Frank. Dass es zum Saisonauftakt gleich gegen den deutschen Meister Dresden geht, hält der 41-Jährige, der gerade Geburtstag feierte, für keinen Nachteil: „Ein solches Match sorgt für zusätzliches Adrenalin, zumal wir auch endlich wieder vor Publikum spielen.“ Hinzu komme, dass alle Teams der Liga zu so einem frühen Zeitpunkt noch nicht wüssten, wo sie stünden. Das gelte auch für den amtierenden Meister, so Frank.

Auch Teammanagerin Simona Vedrödy (ehemals Kóšová) verweist auf die Mentalität der neu zusammengestellten Mannschaft: „Es macht Spaß, den Spielerinnen auch beim Training zuzusehen. Das Team ist hoch konzentriert und hat sich durch die negativen Einflüsse nicht beeindrucken lassen. Das freut uns, zumal einige Spielerinnen das erste Mal in Deutschland sind.“ Die Mischung stimme in Sachen Alter und Charakter. Das Rückgrat bilden Justine Wong-Orantes, Anna Wruck (USA, Mittelblock) und VCW-Urgestein Tanja Großer (Außenangriff), die als einzige Spielerinnen einen zweiten Jahresvertrag beim VCW erhalten haben. Der Kader wird von Lena Große Scharmann und Liza Kastrup (beide Diagonalangreiferinnen), Pia Leweling (Außenangriff) und den beiden Zuspielerinnen Květa Grabovská (Tschechien) und Erica Handley (USA) komplettiert.

Geschäftsführer Christopher Fetting hält am ursprünglichen Saisonziel fest: „Wir wollen auf jeden Fall besser abschneiden als vergangene Saison, und wir können sicher für die eine oder andere Überraschung sorgen.“ In der ersten Saisonhälfte geht es um die Weiterentwicklung jeder einzelnen Athletin, im zweiten Abschnitt stehen dann Standortbestimmung und ein erfolgreicher Endspurt im Fokus. „Wichtig für alle – Spielerinnen, Staff und Fans – ist aber erst einmal der Start in einer hoffentlich vollen Halle. Wir fiebern dem Anpfiff entgegen. Und auch jeder Gegner weiß ganz genau, welche Power von den enthusiastischen Wiesbadener Zuschauern ausgeht. Diesen Nimbus wollen wir uns bewahren“, betont Fetting.

Hinweis:

Am 6. Oktober 2021, 19.30 Uhr, beginnt das erste Heimspiel des VCW in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen: Gegner ist der amtierende deutsche Meister Dresdner SC. Nach ausführlicher Prüfung des Hygienekonzepts, das kürzlich nochmals an die neuen landesweit geltenden Regelungen angepasst wurde, darf der VCW im Rahmen der 3G-Regel und unter Beachtung einiger Hygieneregelungen die Halle voll auslasten. Damit gilt: Alle Besucher müssen entweder geimpft, genesen oder getestet sein und dies auch bei Einlass in die Halle nachweisen können.

Infos zum freien Ticketverkauf, Testmöglichkeiten am Spieltag und das Streaming-Angebot lesen Sie im Bericht: Blaue Wand in voller Stärke – VCW-Ticketverkauf startet am 29. September (vc-wiesbaden.de).   

Blaue Wand in voller Stärke – VCW-Ticketverkauf startet am 29. September

Der 6. Oktober 2021 wird in die Sportgeschichte des Volleyballclubs Wiesbaden eingehen - dann nämlich spielen die Damen in der 1. Bundesliga der Frauen erstmals wieder vor Zuschauern in der heimischen Halle am Platz der Deutschen Einheit. Das war zuletzt am 10. März 2020 der Fall. Dem Spiel kommt auch aus einem anderen Grund besondere Bedeutung zu, denn mit dem Anpfiff um 19:30 Uhr geht es zum Saisonauftakt gleich gegen den amtierenden Deutschen Meister Dresden.

Nach ausführlicher Prüfung des Hygienekonzepts, das aktuell an die neuen landesweit geltenden Regelungen angepasst wurde, darf der VCW im Rahmen der 3G-Regel und unter Beachtung einiger Hygieneregelungen die Halle voll auslasten.

Tickets und Tests

Damit gilt: Alle Besucher müssen entweder geimpft, genesen oder getestet sein und dies auch bei Einlass in die Halle nachweisen können. Der Ticketvorverkauf startet am Mittwoch (29. September). Allerdings wird es keine Dauerkarten geben.

Zuschauer, die geimpft oder genesen sind, können Tickets vorab im Online-Shop unter www.vc-wiesbaden.de/tickets oder im neuen Fanshop in der Kleinen Schwalbacher Straße 7 in Wiesbadens Innenstadt erwerben. Öffnungszeiten: dienstags und freitags von 10 bis 12:30 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr.

Getestete Zuschauer können ihr Ticket lediglich an der Abendkasse bzw. einen Tag vor dem Spiel online kaufen. „Dies ist leider nötig, um die entsprechende Maximalzahl von getesteten Personen in der Halle gemäß Konzept zu steuern“, sagt VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting. Personen ohne Impfschutz erhalten die Möglichkeit, sich direkt vor Ort noch testen zu lassen. Partner des VCW ist dabei die Johanniter Unfallhilfe.

Keine Dauerkarten, aber Vorteile

Für die Saison 2021/22 werden keine Dauerkarten ausgegeben. Der Grund: Nochmalige Änderungen bei den Zuschauerrichtlinien sind nicht auszuschließen. Bei neuen Beschlüssen käme es dann zu Unannehmlichkeiten bei der Rückabwicklung. Christopher Fetting: „Wir sind unseren Stammgästen für ihre teilweise lange Unterstützung unseres Teams sehr dankbar und bedauern es sehr, nicht wie gewohnt Dauerkarten anbieten zu können. Aber: Wir verschaffen unseren Dauerkartenkäufern der letzten beiden Spielzeiten auch für diese Saison Vorteile.“ Das sind neben der früheren Buchungsmöglichkeit rabattierte Tagestickets und Vorteile bei der Buchung des Streaming-Passes auf SPORT1 Extra.

Live-Übertragung: Free-TV und Streaming

Neuerungen sind auch Bereich der Live-Übertragungen zu vermelden. Im Rahmen der durch die Volleyball Bundesliga ausgebauten Partnerschaft mit SPORT1 werden neben den 33 im Free-TV auf SPORT1 ausgestrahlten Partien ab der Saison 2021/22 alle Spiele der Frauen-Bundesliga (1. und  2. Volleyball Bundesliga) kostenpflichtig auf der Streaming-Plattform SPORT1 Extra gezeigt. Die Einführung des Bezahlmodells geht mit einer verbesserten Übertragungsqualität einher. So gehören künftig ein Mehrkamerasystem und Kommentatoren bei allen Spielen beider Ligen zur Grundausstattung.

Bezahlmodell: drei Varianten

Um ihr Lieblingsteam live zu verfolgen, können Fans zwischen drei Varianten wählen: Das Einzelticket pro Erstliga-Spiel kostet 4,90 Euro, der VBL-Clubpass für alle Hauptrunden- und Pokalspiele einer Mannschaft (beim VCW gültig für Erst- und Zweitligateam) 58,90 Euro. Mit dem VBL-Ligapass für 79,90 Euro kann man alle Hauptrundenpartien, Playoff- und Pokalspiele sowie den Supercup der Frauen verfolgen.

Wichtig zu wissen: Von den Erlösen der drei Angebote profitieren die Vereine unmittelbar. Voraussetzung ist, dass jeder Fan im Registrierungsprozess auf SPORT1 Extra seinen Lieblingsclub auswählt und diesen so an der eigenen Zahlung teilhaben lässt. Das Pay-Modell ist als Invest in den Volleyballsport und somit auch in den jeweiligen lizenzgebenden Verein zu sehen. „Die Bezahlschranke ist für einige Fans ein großer Schritt, das ist allen Clubs bewusst. Wir begrüßen aber auch im Interesse der Zuschauer, dass nun an allen Standorten eine bessere Streaming-Qualität als in den Vorjahren geboten wird“, betont Christopher Fetting.

Klicks für den VCW

Jeder Klick für den VCW bedeutet also direkte finanzielle Unterstützung, die auf Grundlage eines Schlüssels erfolgt. Christopher Fetting: „Geben Sie auf www.sport1extra.de gerne an, dass Sie den VC Wiesbaden unterstützen wollen.“

Ausblick

Der VCW-Damen können nach der Corona-Zwangspause nun endlich wieder auf die Unterstützung des begeisterungsfähigen Wiesbadener Publikums setzen. Einige der neuen Athletinnen spielen das erste Mal in Deutschland. „Auch für sie war die frenetische Atmosphäre in unserer Halle einer der Gründe, bei uns einen Vertrag zu unterzeichnen“, sagt Christopher Fetting. Das neu formierte Team um Head Coach Benedikt Frank hatte zuletzt Verletzungen zu beklagen, zeigte aber in den Testspielen, beim Turnier in der eigenen Halle (17. bis 19. September) sowie am vergangenen Wochenende in Stuttgart schon beachtliche Form. Frank bleibt nun noch eine Woche, um Starting Six und Ergänzungsspielerinnen auf den Punkt fit zu machen.

Turnier war guter Gradmesser: VCW mit zwei Siegen und guter Performance

Das sah schon sehr gut aus, auch wenn freilich noch Luft nach oben ist: Die Volleyball-Damen des VCW hatten von Freitag bis Sonntag (17.-19.9.2021) drei ambitionierte Liga-Konkurrenten in der heimischen Halle am Platz der Deutschen Einheit zu Gast. Zwei Siege standen am Ende zu Buche; jeweils 2:1 hieß es gegen NawaRo Straubing und den USC Münster. Dem deutschen Vizemeister Allianz MTV Stuttgart musste man sich mit 1:2 geschlagen geben. Für alle Mannschaften und Trainerteams war das Turnier, das weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, eine ernste Belastungsprobe, die rund zweieinhalb Wochen vor dem Saisonstart über den sportlichen Status quo Aufschluss gab. In Sachen VCW heißt das: Das neuformierte Team ist in der Lage, auch Rückstände aufzuholen und im Endspurt Sätze für sich zu entscheiden.

Das ist besonders bemerkenswert angesichts der widrigen Bedingungen, mit denen Chef-Coach Benedikt Frank, seine Assistenten Christian Sossenheimer und Olaf Minter sowie die Athletinnen weiterhin zu kämpfen haben. Das späte Einsteigen der Nationalspielerinnen Laura Künzler (Schweiz) und Dalila-Lilly Topic (Schweden) war einkalkuliert. Olympia-Siegerin Justine Wong-Orantes (USA) landete erst zwei Tage vor Turnierbeginn in Frankfurt. Durch die Verletzungen von Erica Handley (USA; Kapselriss Mittelfinger), Nina Herelová (Slowakei; Knie, Sommer-Reha) und Joyce Ablavi Agbolossou (Frankreich; Innenmeniskus) mussten die verbliebenen neun Spielerinnen unter Druck Tauglichkeit beweisen, das galt vor allem für die Neu-Wiesbadenerinnen. Die erst 19-jährige Zuspielerin Květa Grabovská (Tschechien) erhielt somit unerwartet viel Spielzeit. Sie deutete ihr Potenzial an und agierte laut Trainer Frank angesichts der Umstände „schon ganz beachtlich“. Gute Leistungen bescheinigte er ebenso Außenangreiferin Laura Künzler (sie wurde zeitweise noch geschont), Mittelblockerin Lilly Topic („kann uns in Zukunft viel bringen“) und Diagonalspielerin Lena Große Scharmann, die mit wuchtigen Schlägen und einer Quote von fast 50 Prozent zu überzeugen wusste, obwohl sie hauptsächlich über den Rückraum angriff. Für Libera Justine Wong-Orantes (in Tokio als beste Spielerin ihrer Position ausgezeichnet) bedeutete das Turnier zugleich die erste Trainingseinheit. Die 25-jährige brachte durch routinierte Abwehraktionen wie erhofft Ruhe ins Team. Das galt auch für ihre Landsfrau Anna Wruck (Mittelblock) und Außenangreiferin Tanja Großer. Wong-Orantes, Wruck und Großer sind die einzigen Spielerinnen, die beim VCW einen neuen Vertrag für die Saison 2021/2022 erhalten haben.

Zu den VCW-Spielen

VCW – NawaRo Straubing 2:1
(25:17, 22:25, 25:22)

Die Wiesbadenerinnen bewiesen zunächst in eineinhalb Sätzen gutes Spielverständnis. Straubing fand dann besser in die Partie und spielte sich auch dank mutiger Aufschläge zeitweilig in einen Rausch. Der VCW konterte im dritten Satz eindrucksvoll, zeigte viel Spielwitz und machte weniger Fehler als das ehemalige Team von Benedikt Frank, das jetzt von Head Coach Bart Jan van der Mark (Niederlande) trainiert wird. Einschätzung des VCW-Trainers: „Man hat hier schon gesehen, wozu wir imstande sind. Dieses Spiel war ein Riesenschritt nach der schwierigen Vorarbeit. Dieser Aufgalopp meiner Mannschaft hat mich sehr gefreut.“

VCW – Allianz MTV Stuttgart 1:2
(17:25 28:30, 25:21)

In diesem Spiel brannte das Feuer! Der deutsche Vizemeister begann den ersten Satz bärenstark. Erst beim Stand von 0:6 konnte der VCW den ersten eigenen Punkt verbuchen. Die Frank-Truppe kämpfte sich zwischenzeitlich mehrfach auf drei Punkte Rückstand heran, musste den Satz aber mit 17:25 abgeben. Im zweiten Satz hatten sich die Wiesbadenerinnen besser auf die Stuttgarterinnen eingestellt, obgleich gegen einige Aktionen von Diagonalspielerin Krystal Rivers (USA) kein Kraut gewachsen war. Wiesbaden wurde konstanter, hatte mehrere Satzbälle, verlor dann aber knapp mit 28:30. Im dritten Satz nahm Stuttgarts norwegischer Head Coach Tore Aleksandersen viele Wechsel vor. Ausnahmeathletin Rivers wurde geschont. Der VCW geriet nie in Rückstand und brachte den Satz mit 25:21 vielumjubelt nach Hause. Trainer Frank: „Wir haben in den ersten beiden Sätzen sehr gut dagegen gehalten und konnten das Niveau konservieren. In einigen entscheidenden Momenten haben wir nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen, aber das werden wir analysieren und verbessern. Fakt ist: Dieses Spiel hat richtig Spaß gemacht.“

VCW – USC Münster 2:1
(20:25, 25:23, 25:15)

Benedikt Frank schickte gegen den von Lisa Thomsen trainierten USC Münster ein komplett anderes Line-up aufs Parkett. Lena Große Scharmann (lief vergangene Saison noch für Stuttgart auf) und Tanja Großer behielten ihre Trainingsanzüge an. Mehr Spielzeit erhielten so unter anderem die zwei Neu-Wiesbadenerinnen Pia Leweling (Außenangriff) und die Ex-Münsteranerin Liza Kastrup (Diagonal). Die neue Formation brauchte einige Zeit zur Findung. Dass der erste Satz mit 20:25 gegen den aufschlagstarken USC verloren ging, lag laut Benedikt Frank allerdings an „unseren individuellen Fehlern“. Der VCW konnte sich in den beiden folgenden Sätzen steigern; vor allem der dritte Satz war ungefährdet. Resümee: eine solide Leistung, die am Ende trotz schwindender Kräfte mit einem 2:1-Sieg belohnt wurde.

Fazit

„Wir hatten mit Straubing, Stuttgart und Münster ideale Gegner bei uns zu Gast. Das war ein rundum gelungenes Wochenende. Alle Spielerinnen haben sich gefreut, dass zumindest am Samstag ein paar Zuschauer, darunter auch einige Sponsorenvertreter, in der Halle Stimmung machen duften“, sagt VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting. Teammanagerin Simona Vedrödy (geb. Kóšová) – ehemalige Bundesliga- und Nationalspielerin der Slowakei – war als Bindeglied zu den vier Mannschaften gefragt. Coach Benedikt Frank verwies im Anschluss auf die „gute Performance und Perspektive“ seines Teams. „Wir wissen jetzt, wo wir stehen. Wir müssen noch justieren und optimieren, haben aber auf dem Feld keine klassischen Baustellen. Kurz: Wir sind auf einem guten Weg.“ Bleibt zu hoffen, dass sich zumindest Erica Handley rasch wieder integrieren lässt. Für Joyce Agbolossou hingegen werden zwei Krücken noch längere Zeit Realität bleiben. Dass die 19-Jährige dennoch als wichtiges Teil des neuen Teams wahrgenommen wird, zeigte sich nicht allein am Trikot, das die verletzte Außenangreiferin an allen drei Tagen trug. Sie saß nah bei der Mannschaft und wurde auch in Aufwärmaktionen einbezogen. Benedikt Frank lobte denn auch den Zusammenhalt seines Teams: „Wir haben untereinander gut kommuniziert und uns sehr gut nach außen präsentiert.“

Text: Sabine Ursel (Journalistin, Wiesbaden)

VCW-Testspiele gegen Ligakonkurrenten – Trainer Frank zieht Zwischenfazit

Drei Wochen vor dem Start in die 1. Volleyball Bundesliga der Frauen bestreiten die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden am Wochenende (17.-19. September 2021) ein hochkarätig besetztes Turnier in der Wiesbadener Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Die Hessinnen spielen am Freitagabend (18:00 Uhr) gegen das Team von NawaRo Straubing, das in der vergangenen Saison noch vom neuen VCW-Cheftrainer Benedikt Frank gecoacht wurde. Am Samstag (16:00 Uhr) geht es gegen Vizemeister Allianz MTV Stuttgart. Am Sonntagnachmittag (13:30 Uhr) treffen die VCW-Damen auf den USC Münster. Nach den ersten drei Testspielen im September ist dieses Kräftemessen mit Ligakonkurrenten ein bedeutender Gratmesser für Frank und seine Trainermannschaft. Bisher hatten überwiegend die individuelle Entwicklung der Spielerinnen und das Kraft- und Athletiktraining im Fokus gestanden. Die kommenden Wochen werden für diverse Testspiele genutzt. Zum Saisonauftakt trifft der VCW am 6. Oktober auf den deutschen Meister Dresdner SC (19:30 Uhr).

Zwischenfazit: Einspielen im Vordergrund -
mit Wong-Orantes, aber ohne Handley und Agbolossou

„Dieses Turnier ist wie ein neuer Start in die Testspielphase für uns, nachdem nun alle Spieler da und die meisten Spieler einsatzfähig sind. Und darauf freuen wir uns sehr.“, sagt Cheftrainer Benedikt Frank. „Im Vordergrund stehen das Einspielen und das weitere Zusammenfinden als Mannschaft.“ Die ist endlich komplett. Am Mittwoch stieß nun auch US-Olympiasiegerin Justine Wong-Orantes zum Kader. Die 25-jährige Libera wird schon an diesem Wochenende eingesetzt.

In der Vorbereitung auf die neue Saison gibt es indes einige Hürden zu nehmen. Bei einem Testspiel Anfang September in Erfurt verletzte sich US-Zuspielerin Erica Handley. Die 26-Jährige zog sich bei einer Angriffsaktion gegen Schwarz-Weiß Erfurt einen Kapselriss am Mittelfinger zu. Die Heilung wird noch mindestens bis zum Saisonstart andauern. Mittelblockerin Nina Herelová ist nach ihrer im vergangenen Jahr erlittenen Knieverletzung und der in Wiesbaden verordneten intensiven Sommer-Reha nur langsam wieder belastbar. Auf die deutsch-französische Außenangreiferin Joyce Agbolossou kann Chefcoach Benedikt Frank hingegen längere Zeit nicht bauen. Vor knapp zwei Jahren hat die 19-Jährige bei ihrem Klub Volero Le Cannet (Frankreich) einen Innenmeniskusriss erlitten, der offenbar nicht behandelt wurde. „Wir haben uns nach der Diagnose hier in Wiesbaden lange beraten, dann aber in Absprache mit ihrem Agenten klar entschieden, den Vertrag nicht aufzulösen“, betont VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting. „Wir wollen Joyce helfen, bestmöglich fit zu werden. Sie bringt viel Potenzial mit, das wir hoffentlich in ihrer zweiten Spielzeit in Wiesbaden abrufen können“, sagt Trainer Frank.

Eine große Herausforderung ist auch das späte Integrieren von Laura Künzler (Schweiz), Dalila-Lilly Topic (Schweden) und Justine Wong-Orantes, die mit ihren Nationalteams noch bis in den September hinein im Einsatz waren. Mit nur sieben Spielerinnen musste der VCW die Vorbereitungsspiele gegen Sm’Aesch Pfeffingen bestreiten, das Team des Ex-VCW-Trainers Andi Vollmer. Hier war viel Improvisation gefordert. Mit dem aktuellen Stand der Saisonvorbereitung ist Benedikt Frank dennoch zufrieden: „Meine Mannschaft hat das in Anbetracht der Umstände gut gemacht. Die Spielerinnen haben eine gute Einstellung bewiesen. Die Atmosphäre stimmt. Jetzt beginnt endlich das Teamtraining und wir wollen natürlich auf ein gutes Gesamtniveau kommen, was aber verständlicherweise noch ein bisschen dauern wird.“ Wie stabil die Truppe schon ist, wird das Turnier am Wochenende in der Halle am Platz der Deutschen Einheit zeigen.

Die Testspiele am Wochenende werden durch den VCW auf Facebook-live gestreamt. Alle volleyballinteressierten Zuschauer, auch die der gegnerischen Mannschaften, haben so Möglichkeit, die vier Teams (VCW, NawaRo Straubing, Allianz MTV Stuttgart, USC Münster) auf dem Spielfeld zu verfolgen.

Text: Sabine Ursel (Journalistin, Wiesbaden)

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