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Lilly Bietau macht nächsten Schritt

Aus der Talentschmiede des VC Wiesbaden nach Niederbayern – vom Rhein an die Donau – vom blauen Trikot zum orange-schwarzen: Lilly Bietau, bis dato Libera beim Erstligisten VC Wiesbaden, wird künftig NawaRo Straubing in der 2. Volleyball Bundesliga Pro verstärken. Das neue Engagement der 19-jährigen geht auf ihre eigene Initiative zurück und kam mit Vermittlung von VCW-Sportdirektor Benedikt Frank zustande. Dieser war von 2017 bis 2021 Cheftrainer bei NawaRo, als Straubing in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen vertreten war.

„Wir sind stolz darauf, wie sich Lilly in ihren neun Jahren beim VCW sportlich und auch menschlich entwickelt hat, und wir unterstützen nun auch ihren nächsten externen Entwicklungsschritt sehr gern. Bei Straubing in der 2. Liga Pro hat sie aktuell bessere Chancen auf einen Stammplatz“, sagt Sportdirektor Frank, der das VCW-Erstliga-Team in der letzten Saisonphase 2025/26 als Interim-Chefcoach betreut hat.

Der Werdegang von Lilly Bietau ist eine interessante Blaupause für Entwicklung und Motivation eines VCW-Talents: Die spätere Libera begann mit dem Volleyballsport im Alter von zehn Jahren, wurde rasch gesichtet, kam in die Sportklasse des Wiesbadener Elly-Heuss-Gymnasiums und durchlief alle Jugend- (U12 bis U20) und Damenmannschaften. Mit der U20 wurde sie im Mai 2025 Deutscher Vizemeister. Es folgten erste Berufungen in den Kader der Profis.

Eigenschaft: Ruhe bewahren

Mit der Verletzung der erfahrenen Stamm-Libera Rene Sain (Kroatien) rutschte Lilly Bietau Mitte Januar 2026 in die Verantwortung: Als 19-jährige stand sie in der Starting Six – keine leichte Aufgabe in einer sportlich ohnehin schwierigen Phase für den VCW. Aber das Talent behielt die Ruhe und machte seine Sache sehr gut, bis Kapitänin Sain zum Saisonende wieder an Bord war. Auch den Verantwortlichen in Straubing waren die Auftritte der Nachwuchs-Libera nicht verborgen geblieben. „Lilly bleibt in Stresssituationen ruhig und hat bereits Erfahrung, ist aber noch längst nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen. Ihre Power wird unserem Spiel guttun. Ihre Besonnenheit wird sich positiv auf das Klima innerhalb des Teams auswirken”, betont Bart-Jan van der Mark, der gemeinsam mit Rupert Hafner die sportlichen Geschicke bei NawaRo Straubing verantwortet.

Tapetenwechsel – neue Perspektiven

„Ich bin in Wiesbaden geboren. Nach so vielen Jahren war für mich klar, dass ich mich jetzt mal verändern möchte. Ich habe mit Bene Frank darüber gesprochen, welche Perspektive sich in einem anderen Club anbieten würde, und zwar einem, bei dem ich mehr Einsatzzeit und Verantwortung bekäme. Dann kam der Straubing-Impuls“, sagt Lilly Bietau. Nach dem Abitur, das in den nächsten drei Wochen ansteht, wird sie sich gemeinsam mit ihrem Freund auf die neue Umgebung im beschaulichen Straubing einrichten. Parallel gilt es zu überlegen, welcher Studiengang in Frage kommt.

Kein Abschied für immer

In der Gäubodenstadt soll Lilly Bietau in der Saison 2026/27 mit Straubings Eigengewächs Jana Krause (23) ein gleichberechtigtes Duo bilden. NawaRo hat die vergangene Saison in der 2. Bundesliga Pro als Zweiter hinter dem Erstligaaufsteiger Rote Raben Vilsbiburg abgeschlossen und geht entsprechend ambitioniert in die neue Spielzeit. Für Lilly Bietau ist es nach eigener Aussage „kein Abschied von Wiesbaden für immer“, sie wird ohnehin interessiert beobachten, wie sich die zweite Damenmannschaft des VCW (mit Schwester Pauline Bietau im Zuspiel) und die Profis künftig schlagen.

VCW-Kader für die Saison 2026/2027

Zuspiel: Sanne Konijnenberg (Niederlande), Hanna Weinmann

Außenangriff: Cayetana López Rey (Spanien)

Mittelblock: Rachel Gomez

Libera: Rene Sain (Kroatien)

 

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