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Playoff setzt neue Kräfte frei – auch Mittwoch!

Die Hauptrunde der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2025/2026 ist nach 20 Paarungen Geschichte – in den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft können nun alle acht qualifizierten Clubs eine neue, eigene Geschichte schreiben und damit schon Lust auf die kommende Saison 2026/2027 machen ... Beim Hauptrundensiebten VC Wiesbaden sind alle Blicke und Sinne auf den kommenden Mittwoch (25.3.2026) gerichtet: Ab 19:00 Uhr geht es in der heimischen Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit um die Wurst (und noch viel mehr), weil man die durchaus nicht enttäuschende 1:3-Niederlage gegen den Tabellenzweiten VfB Suhl Lotto Thüringen vom Sonntag mit einem Heimsieg ausgleichen könnte. Dann würde nämlich am Sonntag darauf das Entscheidungsspiel (29.3.2026) in Suhl um den Einzug ins Halbfinale steigen. Spielerinnen und Staff um Interim-Coach  Benedikt Frank uns seine Co’s Jochen Schöps und Marcel Frisch setzen auf überragenden Support der Fans aus Rhein-Main!

 

Playoff-Begegnungen nicht überall Selbstläufer der Favoriten

Die Hessinnen haben es erstmals seit der Saison 2021/2022 nicht mit dem Dresdner SC in den Playoffs zu tun (Entscheidungsspiele gab es 2022/2023 und 2023/2024). Die Sächsinnen gaben am vergangenen Samstag in ihrer ersten Begegnung gegen den USC Münster keinen Satz ab. Auch der noch amtierende Meister SSC Palmberg Schwerin ließ sich beim 3:0 gegen die Ladies in Black nicht überrumpeln. Keine Überraschungen also. Aber: Der Hauptrundenachte Schwarz-Weiß Erfurt hat beim bisher in der Liga nur einmal (von Suhl) geschlagenen Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart an der Sensation gekratzt und damit gezeigt, welche unerwarteten Kräfte der Playoff-Modus entfachen kann. Die Erfurterinnen mussten sich dem haushohen Favoriten erst nach Tiebreak (8:15) beugen. Und auch der VCW hat mit seinem mental wichtigen Satzgewinn (27:25) in Suhl beweisen, dass für erfolgsverwöhnte Gastgeberinnen auch das Heimspiel vor 1.289 Fans kein Selbstläufer war. Der 3:1-Sieg wurde aber selbstredend auf den Rängen und dem Parkett wieder gebührend gefeiert, schließlich hat die Truppe von Cheftrainer László Hollósy in dieser Saison mit 16 Liga-Siegen und dem Zoi DVV-Pokalsieg bereits die Höhepunkte der Vereinsgeschichte neu definiert. Der VfB 91 Suhl e.V. wurde am 20. März vor 35 Jahren gegründet.

Suhls Erfolge in dieser Spielzeit basieren auf dem merkenswert gelungenen Athletinnen-Scouting der Verantwortlichen. Mit einem äußerst schlagfertigen Trio konnte man den Gegnerinnen bisher reihenweise Kopfzerbrechen bereiten, denn auf Diagonale Monika Brancuská (Tschechien) und die beiden US-amerikanischen Außenangreiferinnen Mackenzie Foley (USA) und Außenangreifern Sanaa Dotson war ist Verlass. Im Spiel gegen den VC Wiesbaden am Sonntag sorgten diese drei für 57 Punkte. Auf der Libera-Position wechselte Coach Hollósy munter zwischen Emma Sambale (39 Annahmen) und Chinesin Xiang-Chen Lai hin und her.

Wiesbadens Libera Rene Sain (17 Annahmen) spielt erstmals seit ihrer im Januar erlittenen Verletzung wieder. Für sie war der Auftritt in Südthüringen eine Art Heimspiel, denn hier hat die 28-jährige Kapitänin seit ihrer Spielzeit beim VfB (2018/2019) noch viele Anhänger, und diese taten das mit ihren Sprechchören auch kund – eine bewegende Aktion nicht nur für die quirlige Libera. Während Kroatin Rene Sain ihren Vertrag beim VCW vor ein paar Tagen erneut verlängert hat und damit auch in Hessen ihren Status als Publikumsliebling untermauert, bleibt abzuwarten, ob Suhl seine drei Aushängeschilder auch in der kommenden Saison an Bord halten kann ... Das Außeninteresse ist verständlicherweise groß.

Unterdessen bereiten sich beide Clubs auf ihre zweite Begegnung am Mittwoch vor. Beim Blick auf die Spielstatistik vom Sonntag wird deutlich: Es gilt beim VCW unter anderem, eine bessere Aufschlag- und Break-Point-Bilanz zu kreieren. Bei den Blockpunkten waren die Hessinnen hingegen zum Beispiel auf Augenhöhe – auch darauf lässt sich aufbauen. Die Fans können sich in jedem Fall auf den Saisonhöhepunkt in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit freuen. Und vielleicht kommen ja für die Gastgeberinnen weitere hinzu.

(Text: Sabine Ursel)

STATEMENTS

Chefcoach Benedikt Frank: „Wir hatten am Sonntag schon gute Chancen. Suhl musste alles aufbieten, um uns zu schlagen. Das macht Mut, ganz klar. Der Heimvorteil hat dort aber schon eine Rolle gespielt. Und diese Energie erhoffen wir uns auch von unseren Fans am Mittwoch. Wir tun spielerisch alles dafür, um die pushenden Emotionen auch bei uns hochkochen zu lassen.“

Rene Sain: „Es war eine sehr emotionale Fahrt nach Suhl für mich. Ich habe so lange an der Seitenlinie zuschauen müssen. Ich bin sehr froh, dass ich ohne Probleme durchspielen konnte. Aber natürlich ist man erstmal vorsichtig. Ich will immer gewinnen und bin auch immer zuversichtlich. Wir haben gegen einen insgesamt besser aufgestellten Gegner nichts zu verlieren. Und am Sonntag haben wir im zweiten Satz ja eindrucksvoll gezeigt, wie man auch einem Favoriten beikommen kann, wenn alle Elemente stabil performen. Wir freuen uns alle sehr auf Mittwoch in unserem Wohnzimmer.“

 

TERMINE – 1. Volleyball Bundesliga Frauen

Playoff – Viertelfinale (der Deutsche Meister wird bis zum 2.5.2026 ermittelt)

Rückspiel
25.3.2026 (Mittwoch), 19:00 Uhr
VC Wiesbaden – VfB Suhl Lotto Thüringen
Wiesbaden, Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit

Ggf. Entscheidungsspiel
29.3.2026 (Sonntag), 16:30 Uhr
VfB Suhl Lotto Thüringen – VC Wiesbaden

Suhl, Wolfsgrube

 

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