1. VC Wiesbaden

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BuPo2017 01

(MS / Wiesbaden / 28.05.2017) Was für ein grandioses Bild bei der Eröffnungsfeier des Bundespokals 2017 am Freitagmorgen. In die mit den Fahnen der Bundesländer geschmückte Halle am Platz der dt. Einheit laufen die besten gut 150 Mädchen des Jahrgangs 2000 und die besten gut 150 Jungens des Jahrgangs 1999 ein. Hier ist die Creme de la Creme der dt. Jugendvolleyballer versammelt, die besten dt. Landesauswahlen und dazu die Jahrgangsjüngeren Nationalteams. Hier stehen vermutlich die künftigen Nationalspieler und Nationalspielerinnen dieser Jahrgänge auf dem Feld, betreut und beobachtet von allen wichtigen Trainern im Jugendvolleyball.

Der VC Wiesbaden als Ausrichter stellt einen würdigen Rahmen. Hallensprecher Benni Corts und VCW-Vorsitzender Sascha Mertes begrüßen die Gäste, darunter Staatssekretär Ingemar Jung und den Nationalspieler und neuen DVV-Sportdirektor Christian Dünnes, das Orchester der Elly Heuss Schule spielt Pink Panther und die Nationalhymne. Und die 300 Sportler fiebern ihrem meist letzten großen Jugend-Wettkampf entgegen.

Was für ein riesiger Aufwand ist das, so viele Spieler und deren Betreuer vom Trainingsauftakt am Donnerstag bis zu den Finalspielen am Sonntag in der Landeshauptstadt zu versorgen. Beate Primer und ihr 145-köpfiges Helferteam aus Eltern, Jugendspielern und Fans, vom VCW am Platz der dt. Einheit, von der Eintracht Wiesbaden in der Halle am 2. Ring gestellt, schaffen das mit Erfahrung und großem Engagement scheinbar lässig. Gut 20 der besten DVJ-Schiedsrichter und die Turnierleiter Arne Kramer und Falk Grautegein garantieren den reibungslosen Spielbetrieb.

Für die hessische U18-Auswahl der Mädchen, trainiertcht von Ennio Giodano und Marcel Diekmann treten gleich 9 VCW-Spielerinnen an: Chiara Fach, Kim Pralle, Valeria Krause, Luisa Schild, Viktoria Lehmann, Matylda Bartoszewska, Jana Schwarzer, Anna Koptyeva und Rieke Janssen. Leider ist der Freitag für das Team eine Enttäuschung. Gegen Berlin, das U17-Nationalteam, in dem mit Anastasia Cekulaev ebenfalls eine VCWlerin mitwirkt, und gegen Sachsen gibt es 3 Niederlagen, wobei die Auftaktniederlage nach Satzführung besonders ärgert. Damit steht bereits fest, Hessen kann bestenfalls noch Neunter werden.

Deutlich besser läuft es für die hessischen U19-Jungs, betreut vom Landesauswahl- und VCW-Trainer Raimund Jeuck, die in knappen Spielen ungeschlagen bleiben, damit Gruppensieger sind und schon im Viertelfinale stehen.

Am Samstag ein anderes Bild. Die Mädchen zeigen Reaktion und gewinnen nun beide Spiele, zunächst die Revanche gegen das U17-Nationalteam knapp mit 2:1, und dann gegen das Saarland glatt mit 2:0. Damit haben sie das Spiel um Platz 9 am Sonntag erreicht, wo wieder Berlin der Gegner ist. Nach einer 0:2-Pleite werden sie 10. des Bundespokals 2017.
Die hessischen Jungs verlieren am Samstag leider ihr Viertelfinale gegen Sachsen unglücklich mit 12:15 im Tiebreak. Schade eine Medaille wäre bei einer anderen Auslosung durchaus möglich gewesen. Dann zeigen sie noch einmal ihr Können mit einem 2:1 gegen NRW und landen nach einem Tie Break-Verlust gegen Thüringen auf einem 6. Platz. Trainer Raimund Jeuck: “Unser Ziel war ein Platz unter den letzten 8 Teams, das ist erreicht und wir haben gezeigt, dass mit ein wenig mehr Stabilität sogar noch mehr drin ist.“

Nach 2 langen Wettkampftagen haben sich für das Halbfinale am Sonntagmorgen qualifiziert bei den Mädchen Sachsen, NRW, Sachsen-Anhalt und Bayern. Keines der Teams ist dominant, so dass beide Halbfinals in den Tie Break gehen und die Sieger auch etwas Glück brauchen. Und auch im Finale entscheidet der Tie Break zwischen Sachsen-Anhalt und NRW. Nachdem lange Sachsen-Anhalt wie der Sieger aussah können die westdeutschen Mädels das Spiel noch drehen und sind Bundespokalsieger.

Bei den Jungs stehen Niedersachsen, Baden-Württemberg, Sachsen und Berlin im Halbfinale und Sachsen und Baden-Württemberg setzen sich relativ glatt mit 2:0 durch Doch im Endspiel kommt rd zu Krimi. Sachsen sieht nach gewonnenem ersten Satz und mit den besseren und auch körperlich überlegenen Spielern wie der deutliche Sieger aus. Doch BaWü kommt als Team zurück, kämpft um jeden Ball und holt den Satzausgleich. Der Tie Break-Krimi endet erst nach dem 10. (!) Matchball – mit 24:22 wird Sachsen Bundespokalsieger.

Aufgrund der vielen überlangen Tie Break-Spiele endet der Bundespokal deutlich später als geplant. Stimmungsvoll noch einmal mit dem Einzug aller Teams und der Nationalhymne. DVJ-Vorsitzender Andreas Burkard und HVV-Vorsitzender Dr. Klaus Bommersheimer beglückwünschen mit dem VCW-Vorsitzenden Sascha Mertes die Teams.

Sieger oder Verlierer, sicher ist die Jugendlichen werden diese Tage in Wiesbaden, evtl. ihr letztes großes Jugendturnier, nie vergessen. Viel Glück allen bei ihrer Karriere im Erwachsenenbereich, eine Karriere, die für viele ja auch schon begonnen hat.


 

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