1. VC Wiesbaden

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DSC 1045 kleinGemessen an dem fantastischen Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften der U16-Mädchen und dem herausragenden fünften Platz unserer U18-Auswahl liest sich ein siebter Platz in der Altersklasse U20 auf den ersten Blick eine Spur bescheidener. Doch wer sich im Jugendvolleyball auskennt, der weiß, dass es von Altersklasse zu Altersklasse schwieriger wird, der Konkurrenz, allen voran den Mannschaften aus Volleyballstützpunkten, Paroli zu bieten. Berücksichtigt man zudem, dass die U20-Auswahl des VCW letztes Jahr in Bremen „nur“ 13. wurde und sich davor bald ein jahrzehntlang gar nicht erst für Deutsche Meisterschaften qualifizieren konnte, stellt ein siebter Platz eine mehr als respektable Platzierung dar.

Die Voraussetzungen waren nicht die besten, unter denen die jungen Damen vergangenen Freitag die Reise nach Oberschwaben, genaugenommen nach Biberach an der Riß, antraten. Aufgrund von Abistress, privaten Verpflichtungen und der ein oder anderen Verletzung gab es zuvor nur wenige gemeinsame Trainingseinheiten. Entsprechend gedämpft waren die Erwartungen. Nur nicht vorzeitig in der Gruppenphase als Letzter auszuscheiden, dachten die meisten der mitgereisten Fans, während die sportliche Leitung mutig auf einen Platz unter den besten acht Mannschaften spekulierte.

Der Start am Samstagmorgen war nicht unbedingt dazu angetan, größere Hoffnungen zu wecken. Der erste Satz gegen den TV Altdorf ging ohne große Gegenwehr klar verloren. Erst ab Mitte des zweiten Satzes gelang es unserer Mannschaft, die Fehler im Aufschlag, der Annahme und im Zuspiel zu minimieren und sich zunehmend frei zu spielen. Getragen von dem mehr und mehr erwachenden Glauben an die eigene Stärke wurden der zweite Satz und der Tiebreak dann recht deutlich gewonnen.
Die Spiele gegen die folgenden Gruppengegner standen ein wenig unter dem Zeichen der Revanche. Gegen den vor den Toren Hamburgs angesiedelten VFL Geeshacht wollte man es besser machen als im Vorjahr. Damals unterlag man den Norddeutschen glatt in zwei Sätzen. Und gegen den TB Bad Krotzingen galt es, die Scharte aus der Vorwoche auszubügeln, als unser U18-Nachwuchs im Viertelfinale den Kürzeren zog.
Beide Vorhaben wurden auf eindrucksvolle Weise durch zwei glatte 2:0 Siege in die Tat umgesetzt. Bot der VFL Geeshacht immerhin bis Mitte des zweiten Satzes erhebliche Gegenwehr, waren die vor dem Turnier hoch gehandelten Krotzinger von Beginn an chancenlos. Einer der Gründe für diesen klaren Erfolg lag in einer gnadenlos konsequenten und hartnäckigen Blockabwehr, die die meisten Angriffsbemühungen der Gegnerinnen schon im Keim erstickte. Schließlich stand am Ende des ersten Turniertags ein so überraschender wie ungefährdeter Gruppensieg, der den direkten Einzug ins Viertelfinale bedeutete und natürlich Lust auf noch mehr machte.

Um es vorwegzunehmen: Den gestiegenen Erwartungen konnten unsere Mädels in ihrem Viertelfinale gegen Lohhof nicht ganz gerecht werden. In beiden Sätzen zeigte sich unser U20-Nachwuchs nicht in der Lage, noch einmal ans Limit zu gehen. Das mag zum einen Kopfsache gewesen sein, hatte aber sicherlich auch mit den langsam schwindenden Kräften zu tun. Allerdings muss man auch konstatieren, dass der SV Lohhof ein spielerisch und athletisch sehr starkes Team stellte.
Nach der recht glatten Niederlage galt es erst einmal, die Spielerinnen zu trösten und für die beiden restlichen Platzierungsspiele aufzubauen. Dabei traf es sich nicht gerade gut, dass im folgenden Spiel mit dem Schweriner SC ein Schwergewicht wartete, das eigentlich mit ganz anderen Ambitionen in das Turnier gestartet war, aber das Pech hatte, gegen den Turnierfavoriten und späteren deutschen Meister, Volley Team Berlin, ebenfalls im Viertelfinale anzutreten – und zu scheitern. Und es kam, wie es kommen musste. Unsere Mannschaft stand noch unter den Einwirkungen des Vierfinal-Aus und sah auch deshalb in dem Spiel von Anfang an kein Land. Am Ende stand ein deutliches 0:2.

In der abschließenden Partie ging es dann im Spiel um die Plätze sieben und acht erneut gegen den Nachwuchs aus Geeshacht. Manch einem aus dem VCW-Tross kamen Zweifel, ob die Mannschaft in dieser Begegnung ihre letzten Reserven würde mobilisieren und noch einmal an die großartigen Leistungen von Samstag anknüpfen können. Und genau dies gelang. Mit großem Kämpferherz ließ man von Beginn keinen Zweifel aufkommen, wer gieriger auf den Sieg war. Die Schlusspointe: Unserer einzigen (!) Spielerin des Jahrgangs 95, Mannschaftsführerin Fini Conrad, die altersbedingt zum letzten Mal bei Deutschen Jugendmeisterschaften startberechtigt war, blieb es vorbehalten, den Matchball zu verwandeln. Erschöpft, aber stolz über das Geleistete ließen sich die Spielerinnen nach der Partie von ihren Begleitern für einen tollen siebten Platz beglückwünschen.

Den folgenden U20-Meisterschaften darf man im Übrigen sehr optimistisch entgegenblicken. Denn in den nachrückenden Jahrgängen ist, wie von der U16 und U18 ja soeben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, so viel Qualität vorhanden, dass man aufbauend auf den in diesem Jahr erzielten siebten Platz durchaus noch höher gesteckte Ziele, sprich Platzierungen, anvisieren darf.

Ausführliche Infos über die U20-Meisterschaften finden sich auf der Homepage des Veranstalters.

obere Reihe v.l.n.r.: Trainer Raimund Jeuck, Co-Trainerin Katharina Mühlfeld, Laura Rodwald, Sophia Bähr, Josephina Conrad, Fiona Dittmann, Mia Dathe, Ronja van der Pütten, Elisa Conrad, Physiotherapeutin Judith Roth

untere Reihe v.l.n.r.: Anna Hellmann, Jana Hirsch, Catalin Richter, Christine Glaab, Dana Rafael

 

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