Bleibt alles anders...
Dieser Song-Titel von Herbert Grönemeyer kam mir plötzlich in den Sinn, als ich begann, dieses Vorwort zu unserem neuen Saisonheft zu schreiben. "Bleibt alles anders" - eigentlich paradox, aber dem VCW des Jahres 2011 wie auf den Leib geschrieben, finde ich.
Was bleibt, sind natürlich die Früchte der langjährigen zielstrebigen Aufbauarbeit der früheren Verantwortlichen, ohne die der VCW nicht das wäre, was er heute ist - ein erfolgreicher, in der 1. Bundesliga gut etablierter Spitzenclub im deutschen Frauen-Volleyball. Auch die engagierte Jugend- und Nachwuchsarbeit des VCW bleibt - mit weit über Hundert talentierten und ehrgeizigen Spielerinnen; mit ihren Eltern, die mit hohem zeitlichen und materiellen Aufwand das (als Mannschaftssport pädagogisch so wichtige) Hobby ihrer Kinder unterstützen; mit den Trainern, die sich mit großem Einsatz ihren Mannschaften widmen. Und doch: Hier wird es schon anders...
Es ist ein wichtiges Ziel des neuen geschäftsführenden Vorstands (mein besonderer Dank an meine beiden Kollegen Rainer Jöckel und Oliver Wenzel!), die Jugend- und Nachwuchsarbeit nachhaltig zu intensivieren und in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Dies ist ein erkennbar anderer Schwerpunkt der aktuellen und zukünftigen Vereinsarbeit - nicht nur, weil die Aktiven das zweifelsfrei verdienen, sondern auch weil Jugend- und Nachwuchsförderung so schnell wie möglich zu einer erfolgreichen und effizienten Talentschmiede für die Bundesligamannschaft werden sollen. Dies geht nicht von heute auf morgen, aber wir sind auf dem Weg dahin.
Neu ist auch die Struktur in der VCW-Geschäftsstelle. Mit Nicole Fetting und Anka Finger (mein persönliches "dream team"!) stehen zwei Volleyball-Profi-Frauen als Bundesliga-Koordinatorin bzw. als Ansprechpartnerin für alle Vereinsangelegenheiten höchst professionell "ihren Mann", wenn ich mir dieses Wortspiel erlauben darf. Günter Higelin als Leiter der Geschäftsstelle und ich (beide seit Frühjahr 2011 ehrenamtlich als Vollzeit-Job) runden das Team hier in der Diltheystraße ab. Dank dieser sehr deutlichen Aufstockung der Management-Kapazität ist es uns gelungen, das VCW-Schiff aus der "rauhen See" dieses Frühjahrs in deutlich ruhigeres Fahrwasser zu steuern.
Aber: Es gibt immer noch sehr viel zu tun, wie OB Dr. Müller
zu Recht geschrieben hat - auch und gerade im finanziellen Bereich. Und so möchte ich mich nicht nur bei allen Sponsoren für ihr, oft schon langjähriges, Engagement für den VCW sehr, sehr herzlich bedanken, sondern alle Wiesbadener - die Unternehmerschaft, wie auch Privatpersonen - bitten und ermutigen, den VCW als sportliches Aushängeschild der Sportstadt Wiesbaden noch mehr zu unterstützen, sei es als Sponsor im Bundesliga-Bereich oder mit einer Spende für unsere Jugendarbeit.
Apropos Sportstadt Wiesbaden: Das Titelbild dieses Saisonhefts dokumentiert unsere große Vorfreude auf die neue Halle am Platz der deutschen Einheit. Zu wissen, was dort für ein tolles sportliches, innerstädtisches Umfeld auf uns wartet, spornt uns zusätzlich an, in dieser Saison Top-Leistungen zu erbringen. Unser herzlicher Dank gilt allen, die sich tatkräftig für dieses Projekt eingesetzt haben!
Aber in dieser Saison wird noch in der Halle am 2. Ringe gespielt und um Siege gekämpft. Wir freuen uns darauf, Sie dort möglichst oft bei unseren Heimspielen begrüßen und Ihre lautstarke Unterstützung unserer Mädels genießen zu dürfen!
Herzlichst!
Georg Kleinekathöfer
1. Vorsitzender des VCW







