Auch das dritte Aufeinandertreffen gewinnt Schwerin
Doch dieses Mal stand die Mannschaft des VC Wiesbaden knapp vor einer Überraschung. Nach den zwei 0:3-Partien im Dezember 2011 in Schwerin hatte sich das VCW- Team von Trainer Andi Vollmer auf eigenem Terrain einiges vorgenommen.
Die ersten beiden Durchgänge liefen für den VCW jedoch anders als geplant. Ohne Druck im Aufschlag und ohne eigene Annahme war gegen das variable Angriffspiel der Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern „kein Kraut gewachsen“. Da die Spielmacherinnen des VC Wiesbaden selbst nur hoch über die Außenpositionen spielen konnten, hatte der Schweriner Block ein relativ leichtes Spiel. Konnten die Wiesbadenerinnen im ersten Satz noch 20 Punkte erspielen, so waren es im zweiten Durchgang lediglich 12 „magere Pünktchen“ und es ging mit einem 0:2-Rückstand in die 10-Minuten-Pause.
Wie so oft bewirkte diese scheinbar Wunder. Wie verwandelt kam der VC Wiesbaden aus den Katakomben und legte los wie die Feuerwehr. Ob das nur daran lag, dass die Rotation zu Satzbeginn gedreht wurde? Jedenfalls ließ man im 3. Satz den Schwerinerinnen nicht den Hauch einer Chance und überrannte sie mit 25:12. Die Annahme stand in diesem Moment hervorragend und die VCW- Aufschläge zeigten die erhoffte Wirkung im Schweriner Spielfeld.
Auch im 4. Satz wies man den amtierenden Deutschen Meister über 8:6, 16:13 und 21:17 mit am Ende 25:22 in die Schranken und erzwang tatsächlich den Tie-Break. Die Halle stand zu diesem Zeitpunkt schon längst Kopf und es herrschte Gänsehaut-Atmosphäre. 1.090 Wiesbadener Zuschauer erlebten ein Volleyballspiel auf hohem Niveau, mit hart umkämpften Spielszenen und sahen hoch motivierte Spielerinnen.
Doch leider konnte die Spannung und Konzentration in diesem letzten und entscheidenden Durchgang nicht oben gehalten werden. Wie in den Partien zuvor gegen Hamburg und Dresden fehlte auch dieses Mal das Quäntchen, um so einen großen Gegner schlagen zu können. Der Schweriner SC riss das Ruder wieder an sich, machte keine leichten Fehler und zeigte sich nun einfach entschlossener. Vor allem im Block packten die Mädels aus dem hohen Norden nun ein ums andere Mal richtig zu und gewannen so den fünften Satz mit 15:7.
Die Zuschauer aus Wiesbaden können mit der Leistung ihres Teams zufrieden sein. Nachdem das Teams des VC Wiesbaden am kommenden Mittwoch im niederbayrischen Vilsbiburg aufschlägt, kann sich jeder Wiesbadener schon auf den nächsten Samstag (18.02.2012 um 19 Uhr) freuen, denn da gilt es beim Heimspiel gegen Smart Allianz Stuttgart mit Faschingskostüm das VCW- Team wieder lautstark zu unterstützen.
MVP- Wahl im Spiel VC Wiesbaden – Schweriner SC (SSC: Denise Hanke; VCW: Martiná Viestova)
Berichte Mannschaften
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