3:0-Erfolg der Volleyball-Damen vor 1200 Zuschauern gegen Ex-Meister Bayer Leverkusen
WIESBADEN Die fast schon unheimliche Siegesserie des Volleyball-Bundesligisten VCW im Jahr 2007 setzt sich fort. Die Spielerinnen von Luis Ferradas siegten auch im fünften Spiel des Jahres. Diesmal hatte Bayer Leverkusen beim 3:0 (28:26, 25:17, 25:18) keine Chance gegen die immer besser werdenden Wiesbadenerinnen.
Nur der erste Satz war nichts für schwache Nerven. Bis zum Ende waren beiden Mannschaften gleichauf, kein Team konnte sich absetzen. Die 1200 Zuschauer in der Halle am 2. Ring mussten sich sogar Sorgen um das eigene Team machen, den beim Stande von 21:23 sah es nach Satzverlust aus. Doch drei Punkte von Sabrina Roß - ein erfolgreicher Block und zwei sauber versenkte Angriffsschläge - brachten das Team von Luis Ferradas zurück ins Spiel. Dass der Coach dann ausgerechnet Roß vom Feld nahm, verstanden sicher nicht alle, doch der Argentinier hatte wieder einmal alles richtig gemacht. Mit 28:26 ging der erste Satz an die favorisierten Wiesbadenerinnen. Auch im zweiten Satz taten sich die Gastgeberinnen anfangs schwer, auch deshalb, weil sich der Leverkusener Block gut auf VCW-Angreiferin Steffi Lehmann eingestellt hatte. Während die Punkte am Netz Ross und die starke Anne Friedrich machen mussten , war Lehmann meist nur mit Hinterfeldangriffen erfolgreich. Doch Mitte des zweiten Satzes war der Widerstand dann gebrochen und die Miene von Manager Achim Exner hellte sich merklich auf. ,,Das ist das Schöne. Wenn Steffi Lehmann einmal nicht durchkommt, sind die anderen zur Stelle", freute sich der VCW-Manager. Und meinte damit besonders Annika Schulz, die immer im Doppelpack mit der zweiten Zuspielerin Sarka Vaneckova von Ferradas eingewechselt wurde und besonders im zweiten Satz für wichtige Punkte sorgte. Und Leverkusen? Die Spielerinnen um die 1,96 Meter große Nationalspielerin Kathy Radzuweit und die ehemalige Wiesbadenerin Karla Borger bauten mit zunehmender Spielzeit immer mehr ab. Und waren im letzten Durchgang nicht viel mehr als ein Sparringspartner für die souverän aufspielenden Hausherrinnen. Bezeichnend, dass die nur für diesen Ballwechsel eingewechselte Martina Novotna den Satzball versenkte. VC Wiesbaden: Hart, Friedrich, Lehmann, Hintemann, Roß, Marjanovic, Libero Tavares - Schulz, Vaneckova, Novotna, Gutermann, Osterloh (n.e.).
Wiesbadener Kurier vom 20.01.2007, von Carsten Dietel |