1. VC Wiesbaden

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20131024-01Eine wunderschöne Sache, gegen den amtierenden Meister zu spielen. Schön auch, gegen den Pokalsieger anzutreten. Phänomenal, wenn das alles an einem Abend passiert, gegen einen Gegner. Entsprechend groß ist die Vorfreude beim VC Wiesbaden: Der Volleyball-Bundesligist erwartet am Samstag, 19 Uhr, in der Sporthalle am 2. Ring den Schweriner SC.

Der Verein, der zuletzt den deutschen Frauen-Volleyball dominierte. Meistertrophäe und Pokal holte der SSC in der vergangenen Saison, war dabei in beiden Wettbewerben eine Nummer zu groß für den VCW: In den Playoffs setzten sich die Norddeutschen im Halbfinale mit zwei 3:0-Siegen gegen die Hessen durch, im Pokal gab es das große Duell im Finale von Halle/Westfalen – Schwerin siegte 3:0.

„Wir finden in diesem Vergleich eine hohe Motivation“, sagt VCW-Trainer Andreas Vollmer und setzt auf eine erfolgreiche Revanche: „Der SSC war für uns in Pokal und Meisterschaft Endstation - in diesem Jahr könnte sich das ändern und damit wollen wir gleich am Samstag beginnen.“ Die Zeichen stehen nicht schlecht. Beim beiläufigen Blick auf die Tabelle könnte man die Gastgeberinnen sogar als Favorit bezeichnen: Während der VCW mit zwei Siegen perfekt aus den Startlöchern gekommen ist, kassierten die Schwerinerinnen zwei Niederlagen. Allerdings gegen prominente Kontrahenten: 1:3 beim Dresdner SC und 0:3 gegen den Vorjahres-Halbfinalisten Rote Raben Vilsbiburg. „Schwerin hat einen ziemlich holprigen Start hingelegt“, sagt Vollmer, „dies sollten wir nutzen, um wichtige Punkte in der Liga zu ergattern, denn der SSC muss sich als Team wohl erst noch finden.“

Kein Wunder: Viele neue Spielerinnen stehen im Kader. Sechs Akteurinnen haben den Verein verlassen. Die beiden prominentesten: Zuspielerin Denise Hanke (zum türkischen Klub Eczacibasi Istanbul) und Punktegarant Anne Buijs. Die Niederländerin zog es zu Yamamay Busto Arsizio nach Italien. Da auch ihr Vater, Erfolgstrainer Teun Buijs, eine neue Herausforderung suchte und diese in Polen fand, steht nun Felix Koslowski als Coach an der Seitenlinie, der von 2010 bis 2013 erfolgreich beim VfB Suhl arbeitete und „nebenbei“ Bundestrainer Giovanni Guidetti als „Co“ assistiert. "Wir haben ein Durchschnittsalter von 21,25 Jahren. Das ist wirklich extrem jung, aber es ist eine tolle Aufgabe, mit so talentierten und hungrigen Spielerinnen ein neues System einzuführen", sagte Koslowski bei der Mannschaftsvorstellung. Vom Fehlstart lässt er sich nicht beirren: „Das Potenzial der Mannschaft ist sehr groß. Und unsere Ziele von Meisterschaft und Pokalsieg sind real.“

Prominentester Neuzugang ist Saskia Hippe. Die 22 Jahre junge Angreiferin hat bereits 104 Länderspiele absolviert, dabei 2011 und jüngst im September in Berlin mit Guidettis Team die EM-Silbermedaille geholt. Nach ihrer Bundesliga-Zeit beim Köpenicker SC und Dresdner SC ging sie den Schritt ins Ausland, zunächst nach Italien zum Chieri Volley Club, anschließend zu VK Prostějov, wo sie das tschechische Double (Meistertitel und Pokal) holte. Hippe war beste SSC-Spielerin beim Auftakt in der Champions League – das Team aber verlor am vergangenen Dienstag beim RC Cannes nach siebzig Minuten mit 0:3 (17:25, 15:25, 16:25).

Abwarten, wie der Schweriner SC - der Deutsche Meister von 1995, 1998, 2000, 2001, 2002, 2006, 2009, 2011, 2012 und 2013 - die drei Niederlagen wegsteckt. In der Bundesliga hat das Team aus der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns zuletzt vor 30 (!) Monaten zwei Niederlagen in Serie kassiert - am 21. und 25. April 2011. Interessant: Die erste davon war ein Heim-0:3 gegen den VC Wiesbaden. Auch in der vergangenen Saison schockierte das Vollmer-Team die Favoritinnen – und sorgte am 24. November 2012 mit dem Tiebreak-Sieg für die einzige Niederlage des SSC in der vor den Playoffs gespielten Runde.

„Schwerin hat eine komplett neue Mannschaft formiert und ist somit ein unbekannter Gegner für uns“, sagt VCW-Spielführerin Regina Mapeli Burchardt: „Die Karten sind neu gemischt.“ Ihrem Team kommt sicher zugute, dass der Stamm der 12/13er Mannschaft geblieben ist. Und nicht zuletzt mit der bislang sehr stark spielenden Karine Muijlwijk auf der Diagonalposition bestens verstärkt wurde.

Nicht nur die Mannschaft, ganz Wiesbaden ist heiß auf diese Partie. „Es wird voll auf den Tribünen“, sagt Sportdirektorin Nicole Fetting angesichts des Vorverkaufs. Diejenigen, die den gelungenen 3:1-Auftritt gegen Köpenick live erlebt haben, werden sicherlich wieder dabei sein. Vollmers Vorfreude ist groß: „Ein engagiertes VCW-Team, eine volle Hütte und eine bombige Stimmung, darauf freuen wir uns am Samstag.“ Dann fehlt nur noch eine erfolgreiche Revanche. Gegen Meister und Pokalsieger.

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