1. VC Wiesbaden

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2017 03 01 vcw fuer playoffs qualifiziert foto detlef gottwald webDie Bundesliga-Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben am Mittwochabend ihr Auswärtsspiel bei den Roten Raben Vilsbiburg mit 3:1 (28:26, 25:16, 13:25, 25:17) gewonnen. Da der USC Münster als direkter Konkurrent im Kampf um den sechsten Tabellenplatz sein Heimspiel mit 0:3 gegen die Ladies in Black Aachen verloren hat, ist der VCW nun sicher für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert.

Die Hessinnen, die durch den siebten Sieg in Folge sogar auf den fünften Tabellenplatz geklettert sind, haben ihr angestrebtes Saisonziel damit vorzeitig erreicht und sich zudem eine gute Ausgangslage für das Saisonfinale am Samstag bei Schwarz-Weiß Erfurt geschaffen. Mit einem Sieg gegen die Thüringer könnte Wiesbaden seinen fünften Tabellenplatz zum Abschluss der Hauptrunde verteidigen und träfe so im Playoff-Viertelfinale auf den viertplatzierten SC Potsdam. Fällt der VCW auf Rang sechs zurück, heißen die möglichen Playoff-Gegner entweder Dresdner SC oder Allianz MTV Stuttgart.

Fest steht unterdessen, dass der VCW sein nächstes Spiel vor heimischer Kulisse am Dienstag, dem 21. März, um 19 Uhr austragen wird. Der Vorverkauf für diese Partie in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit beginnt am Freitag.

1.476 Zuschauer sahen in Vilsbiburg einen sehr dominant agierenden VC Wiesbaden. Die Hessinnen waren – außer in einem sehr schlechten dritten  Satz – immer Herr der Lage. Mittelblockerin Simona Kóšová (15 Punkte) führte den VCW mit starken Blockaktionen und druckvollen Aufschlägen zum Sieg. Aber auch Diagonalangreiferin Delainey Aigner-Swesey (18 Punkte) und Außenangreiferin Tanja Großer (16 Punkte) waren am Mittwochabend sehr erfolgreich.

VCW-Chef-Coach Dirk Groß war nach der Partie hochzufrieden: „Es fühlt sich sehr gut an, dass wir unser Saisonziel bereits einen Spieltag vor Ende der Hauptrunde erreicht haben. Da sieht man, dass sich der ganze Aufwand, den wir in den vergangenen Wochen betrieben haben, gelohnt hat. Wir haben heute vor allem im Block und in der Feldabwehr sehr gut gespielt. Der dritte Satz war nicht so berauschend, da haben wir uns eine mentale Auszeit genommen. Ansonsten kann man schon sagen, dass meine Mannschaft das Spiel dominiert hat. Wer nun unser Playoff-Gegner wird, ist mir im Moment nicht so wichtig. Wichtiger ist, dass wir mit voller Konzentration am Samstag nach Erfurt reisen, alles Weitere sehen wir dann.“

Zum Abschluss der Hauptrunde in der Volleyball Bundesliga gastiert der VCW am Samstagabend beim als Absteiger feststehenden Club Schwarz-Weiß Erfurt.

Ausführlicher Spielbericht:

Der VCW begann mit Dora Grozer und Tanja Großer im Außenangriff, Simona Kóšová und Molly McCage im Mittelblock, Irina Kemmsies im Zuspiel, Delainey Aigner-Swesey auf Diagonal und Alyssa Longo auf der Liberoposition. Die Hessinnen erwischten keinen guten Start, da die Roten Raben sofort präsent waren und in Aufschlag und Block sicher agierten. Folglich lag Wiesbaden zur ersten technischen Auszeit mit 3:8 zurück. Danach gewann jedoch auch der VCW an Sicherheit und kämpfte sich dank einer starken Aufschlagserie von Tanja Großer nicht nur zurück ins Spiel, sondern auch zu einer 12:10-Führung. Der weitere Verlauf des ersten Satzes entwickelte sich durchaus unterhaltsam: Beide Teams lieferten sich eine enge Partie, sodass der zwischenzeitliche Abstand zueinander maximal zwei Punkte betrug. Da sich der VCW zum Ende des Durchgangs jedoch vor allem im Block stark präsentierte und zudem im Angriff eine gewisse Cleverness an den Tag legte, hatte er bei 24:18 alle Vorteile auf seiner Seite. Doch dann brachen die Hessinnen unerklärlicher Weise ein und ließen sich durch eine Vilsbiburger Aufschlagserie sämtliche Satzbälle nehmen. So ging es gleich im ersten Satz in die Verlängerung, in der sich der VC Wiesbaden schließlich doch noch zum 28:26-Satzgewinn zitterte.

Unterhaltsam ging es auch in Durchgang zwei weiter: Die Hausherrinnen aus Bayern und die Gäste aus Hessen lieferten sich bis zum Stand von 12:12 ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit stetig wechselnden Führungen. Es waren insbesondere Tanja Großer und Delainey Aigner-Swesey, die für den VCW in dieser Phase erfolgreich waren. Mit 16:14 hatten die Wiesbadenerinnen zur zweiten technischen Auszeit zunächst einen leichten Vorteil, den sie dann durch die druckvollen Aufschläge von Simona Kóšová bis auf 23:15 ausbauen konnten. Erst jetzt kamen die Raben mal wieder zu einem Punktgewinn. Doch Molly McCage erspielte mit einem über Kopf vorgetragenen Schnellangriff den Satzball, den die Hessinnen diesmal mit einem Ass zu 25:16 direkt verwandelten.

Nach dieser souveränen Vorstellung gönnte sich der VCW im dritten Satz eine Verschnaufpause und ließ Vilsbiburg auf 1:4 davonziehen. Zu viele Eigenfehler sorgten nun dafür, dass die Raben unter den Anfeuerungsrufen ihrer Fans zur ersten technischen Auszeit (3:8) bereits einen deutlichen Vorsprung hatten. VCW-Chef-Coach Dirk Groß nutzte beim Stand von 3:10 bereits seine zweite taktische Auszeit, um sein Team wachzurütteln. Allerdings ohne Erfolg. Groß brachte Nagy für McCage im Mittelblock und Hynes für Grozer im Außenangriff, doch die Aufschlagserie von Vilsbiburgs Zuspielerin Naoko Hashimoto hielt bis zum 4:15 aus hessischer Sicht an. Spätestens beim Stand von 7:20 war auch dem eingefleischtesten VCW-Fan klar, dass dieser Satz verloren war. Wiesbaden betrieb zwar noch etwas Ergebniskosmetik, unterlag aber schließlich deutlich mit 13:25  
 
Mit der ursprünglichen Starting-Six betrat der VC Wiesbaden zum vierten Durchgang das Feld und war nun wieder deutlich besser im Spiel. Bei Tanja Großer & Co. lief jetzt wesentlich mehr zusammen, sodass der VCW mit einer 8:6-Führung in die erste technische Auszeit ging. Diesen Vorteil, so schien es, wollten die Hessinnen nun nicht mehr aus der Hand geben. Auch wenn Vilsbiburg kämpferisch dagegen hielt, gelang es den Raben nicht, den VCW in dieser Phase entscheidend unter Druck zu setzen. Wiesbadens Trainer Groß wechselte klug, als er Annalena Mach zum Service aufs Feld schickte. Die luxemburgische Nationalspielerin dankte es mit einer kleinen Aufschlagserie. 16:11 lautete der Zwischenstand zur zweiten technischen Auszeit. Nun wollte Wiesbaden den Sack unbedingt zu machen und sich somit frühzeitig für die Playoffs qualifizieren. Es war einmal mehr die glänzend aufgelegte Simona Kóšová, die den fälligen Matchball zum 25:17 verwandelte.

Foto: Detlef Gottwald

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