1. VC Wiesbaden

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2017 02 12 vcw stuttgart dora grozer foto detlef gottwald webDer VC Wiesbaden gewinnt gegen den amtierenden Pokalsieger und Tabellendritten Allianz MTV Stuttgart nach einer spannenden und hochklassigen Partie vor heimischer Kulisse sensationell mit 3:2 (17:25, 25:19, 27:29, 25:19, 15:11). Durch den Sieg rücken Wiesbadens Bundesliga-Volleyballerinnen auf den sechsten Tabellenplatz vor, der zum direkten Einzug in die Playoffs berechtigt.

Die Wiesbadenerinnen gehen damit im dritten Spiel in Folge als Sieger vom Platz. Bereits am vergangenen Freitag sicherte sich das Team von Chef-Coach Dirk Groß gegen VCO Berlin – die Partie endete mit 3:0 für Wiesbaden – drei wichtige Punkte im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation.

Knapp 1.800 lautstarke Zuschauer sahen gegen Pokalsieger Stuttgart eine mitreißende Partie, die mit dem VCW am Ende einen nicht unverdienten Sieger fand.

„Es hat heute so viel Spaß gemacht. Am Anfang haben wir in der Annahme geschwächelt – da war es schwer. Aber dann sind wir als Team zusammengerückt und haben das Spiel gemeinsam gedreht. Irina hat die Bälle so gut verteilt, dass der Stuttgarter Block nicht hinterher kam und wir im Angriff punkten konnten“, sagte die 21-jährige VCW-Außenangreiferin Dora Grozer, die für ihre Leistung mit der goldenen MVP-Medaille ausgezeichnet wurde.

Auch VCW-Chef-Coach Dirk Groß fand nach der Partie lobende Worte für sein Team: „Es war schwierig im ersten Satz, da hat uns Stuttgart ziemlich überrollt. Aber ich war sehr zuversichtlich, dass meine Mannschaft ihren Rhythmus noch finden wird. Mein Team hat gekämpft, das Spiel war toll anzusehen, also ich konnte doch relativ gelassen am Spielfeldrand stehen.“

Bereits am Mittwoch wartet die nächste schwere Aufgabe auf die Hessinnen. Dann ist ab 19 Uhr mit dem SSC Palmberg Schwerin der aktuelle Tabellenführer der Volleyball Bundesliga in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit zu Gast.

Ausführlicher Spielbericht:

Der VCW begann die Partie am Sonntagnachmittag mit einem klassischen Fehlstart. Irina Kemmsies im Zuspiel, Delaney Aigner-Swesey im Diagonalangriff, Molly McCage und Eszter Nagy im Mittelblock sowie Tanja Großer und Karolina Bednářová im Außenangriff erzielten bis zur zweiten technischen Auszeit nur vier Punkte (4:16). Während Stuttgart druckvoll im Angriff und wach in der Feldabwehr agierte, gelang dem VCW zunächst kaum etwas. Mühsam kämpften sich die Wiesbadenerinnen ins Match, motiviert durch 1.782 mitfiebernde Zuschauer. An den Satzgewinn (17:25) war nicht mehr zu denken, aber die Spielerinnen fanden ihre Normalform und stellten die Weichen für einen zweiten Durchgang auf Augenhöhe.

Der Auftakt in den zweiten Satz gelang den Wiesbadenerinnen deutlich besser (5:5). Zwischenzeitlich setzten sich die Stuttgarterinnen mit vier Punkten ab (8:12), doch dann drehte die Mitte des ersten Satzes eingewechselte Außenangreiferin Dora Grozer auf und erzielte fünf Punkte in Folge. In der entscheidenden Phase des Satzes bewiesen die Wiesbadenerinnen ein Quäntchen mehr Wille und Nervenstärke. Mit druckvollen Aufschlägen brachten sie die Stuttgarter Annahme zum Wackeln und nutzten dann konsequent ihre Chancen im Angriff (25:19).

VCW-Chefcoach Dirk Groß schickte sein Team mit unveränderter Aufstellung in den dritten Durchgang. Wieder geriet der VCW zunächst in Rückstand (4:7). Dank starker Aufschläge von Irina Kemmsies und erfolgreichen Blockaktionen erspielten sich die Wiesbadenerinnen die Führung (11:10). Bis zur zweiten technischen Auszeit setzten sich die Gäste erneut mit einem Drei-Punkte-Vorsprung ab. Doch der VCW blieb dran und verkürzte Punkt für Punkt den Rückstand. Die VCW-Aufschlagspezialistin Eliza Karley Hynes, läutete mit einem Ass zum 18:18 eine packende Schlussphase ein. Beide Teams machten kaum Fehler und kämpften um jeden Ball, sodass der Satz in die Verlängerung ging. Letztlich gelang Stuttgart beim Stand von 27:29 der entscheidende Punkt zum Satzgewinn.

Davon unbeeindruckt, übernahmen die Wiesbadenerinnen im vierten Durchgang früh die Führung (5:2). Mitte des Satzes erzielte das Team um Kapitänin Karolina Bednářová sieben Punkte in Folge (15:8). Jede einzelne Spielerin agierte konzentriert und trug ihren Teil dazu bei, den Vorsprung zu halten. Die Stuttgarter Mittelblockerin Jennifer Pettke, die bis zur letzten Saison noch für den VCW spielte, half ihrem Team mit einer Aufschlagserie den Rückstand auf 22:19 zu verkürzen. Doch der VCW ließ sich den Einzug in den Tie-Break nicht mehr nehmen (25:19).

Die Wiesbadenerinnen übernahmen im fünften Durchgang früh die Führung und gingen mit zwei Punkten Vorsprung in die zweite Hälfte des Entscheidungssatzes (8:6). Stuttgart hielt dagegen, konnte aber nicht mehr aufholen. Zwei starke Blockaktionen gegen den Stuttgarter Angriff ebneten den Wiesbadenerinnen den Weg zum Heimsieg (13:9). Schließlich verwandelte die VCW-Mittelblockerin Molly McCage im zweiten Anlauf ihren Angriff zum Satz- und Spielsieg (15:11).

Das Team um Chef-Coach Dirk Groß wird für diesen Sieg nicht nur mit zwei wertvollen Punkten, sondern auch mit dem sechsten Tabellenplatz belohnt. Den gilt es in den übrigen fünf Partien der Hauptrunde zu verteidigen, um direkt in die Playoffs einziehen zu können. „Ich möchte mich nicht auf die anderen Mannschaften verlassen. Wir müssen so wie heute um jeden Punkt und jeden Satz kämpfen, jedes Spiel als ein Endspiel betrachten“, sagte ein gut aufgelegter Trainer Groß nach der Partie.

Mit Schwerin ist bereits am Mittwoch das nächste Spitzenteam zu Gast in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit. Anpfiff gegen den Tabellenführer ist um 19 Uhr.

Foto: Detlef Gottwald

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