1. VC Wiesbaden

facebooktwitteryoutubegoogle pluscalovo


Im Interview nach dem Spiel ließ Coach Andreas Vollmer seinen Emotionen freien Lauf: „Unsere intensive Arbeit hat sich bezahlt gemacht. Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“.

Die 2.060 Zuschauer (die SCHARRena war bis auf den letzten Platz ausverkauft) sahen eine Partie, die in der Anfangsphase ausgeglichen war. Beide Mannschaften tasteten sich vorsichtig ab. Zur ersten technischen Auszeit führte der VCW mit 8:7. Mit Ksenija Ivanovic am Aufschlag konnte der VCW sich dann mit drei Punkten absetzen. Mit einem 16:13 aus VCW-Sicht ging es in das zweite technische Time-out. Der VCW agierte variantenreich, schoss sich immer wieder auf andere Zuspielvarianten ein und konnte so auf 20:15 fortziehen. Heather Meyers war es, die mit ihren harten Aufschlägen den Satzgewinn entscheidend vorbereitete, bis Martina Viestová mit einem angetäuschten Zuspiel den fünfundzwanzigsten Punkt erzielen konnte.

Der zweite Satz zunächst eine Fortführung des Ersten. Insbesondere Micheli Tomazela suchte den direkten Abschluss, versenkte auch unmittelbar übergespielte Annahmen der Stuttgarterinnen sofort. Die Schwäbinnen fanden aber sofort den Anschluss, so dass Andreas Vollmer einiges in der technischen Auszeit zu besprechen hatte. Der MTV nach dem Time-out mit mehr Konzentration in den langen Ballwechseln, der VCW aber konsequenter, wenn sich der direkte Abschluss anbot. Stuttgart wechselte, brachte Tatjana Zautys für Deborah van Daelen (11:8 für VCW) und Pia Weiand für Lora Kitipova (15:9 für VCW). Nach den Wechseln die Gastgeberinnen wie gelähmt, mussten die Hessinnen auf 19:9 davonziehen lassen. Danach das Spiel wieder ausgeglichen, die „Füchse“ konnten den Satz mit 25:16 runterspielen.

Beide Mannschaften nutzten die Zehnminutenpause zur intensiven Taktikbesprechung. VCW-Zuspielerin Martina Viestová besorgte gleich mit der ersten Aufschlagserie ein 3:0, die Stuttgart sofort wieder egalisierte. Zur ersten technischen Auszeit ist der VCW mit einem 8:6 vorn. Die Anspannung auf beiden Seiten zu spüren, die Fehlerquantität nahm zu, insbesondere an Zuspielfehlern, die das Schiedsgericht um Stefan Knebel ahnden musste. Stuttgart jetzt insgesamt aggressiver, erzielte beim 10:11 seinen ersten Blockpunkt und war wieder voll im Satz. Andreas Vollmer musste zu einer Auszeit (12:11-Führung MTV) greifen, um die Konzentration seiner Mannschaft wieder zu holen. Bei den Schwaben kam Lena Gschwendtner für Silvana Oliveira (14:15 VCW). Mit einer Ein-Punkte-Führung ging es in die technische Auszeit. Das Spiel hart umkämpft und auf Augenhöhe. Stuttgart mit dem Rückwechsel (Oliveira für Gschwendtner) beim 19:21. Der VC Wiesbaden kämpft sich zu drei Matchbällen. Die Kapitänin Regina Burchardt mit dem Angriff von Position vier, sie verwandelt den Matchball zum 25:22 selbst und erfüllt der hessischen Landeshauptstadt einen Herzenswunsch.

Spielstatistik: Allianz MTV Stuttgart – VC Wiesbaden 0:3 (75 Minuten, 18:25 / 16:25 / 22:25)
Technische Werte: Annahme erfolgreich 36%/31%, Angriffseffizienz 28%/42%, Blockpunkte 2/8.

Das zweite Halbfinale zwischen den Roten Raben Vilsbiburg und dem Schweriner SC wurde bereits gestern Abend in der Vilsbiburger Ballsporthalle ausgetragen. Der Schweriner SC setzte sich nach einer hart umkämpften Partie erst nach 101 Minuten im Tie-Break mit 3:2 (25:17 / 19:25 / 21:25 / 25:19 / 13:15) durch und zog einen Tag vor dem VC Wiesbaden in das DVV-Pokalfinale ein.

Für den VC Wiesbaden stellt der erstmalige Einzug in das DVV-Pokalfinale einen großen Meilenstein in der Vereinsgeschichte dar, der in seiner Bedeutung an die Vizemeisterschaft im Jahre 2009/2010 heranreicht. Dementsprechend glücklich ist der erste Vorsitzende Georg Kleinekathöfer: „Absolutes Traumergebnis, mit dem ich so nie gerechnet hätte! Der gesamte VC Wiesbaden und ich besonders freuen uns unglaublich auf Halle!“.

Die Mannschaft des VC Wiesbaden wird im Pokalfinale, das am 03. März 2013 im Gerry-Weber-Stadion in Halle (Westfalen) stattfindet, auf den Schweriner SC treffen.

Für das Team um Kapitänin Regina Burchardt war es das letzte Spiel im Jahr 2012. Im Januar erfolgt die Rückkehr zum Ligaalltag. In der Deutschen Volleyball-Liga DVL rangiert der VC Wiesbaden derzeit auf dem 4. Platz, nachdem das letzte Auswärtsspiel in der Bundesliga überraschend deutlich mit 0:3 an den siebtplatzierten SC Potsdam abgegeben werden musste. Am 05. Januar 2013 wollen die VCW-Füchse also auch in der Bundesliga wieder Punkten und so – neben der Qualifizierung für das Pokalfinale in Halle – einen weiteren Sieg im Kampf um die Play-off-Plätze einheimsen. Zuhause empfangen die VCW-Füchse eine Mannschaft, die nach dem heutigen Spiel noch eine Rechnung mit den Hessinnen offen hat: Allianz MTV Stuttgart wird zu Gast sein (Spielbeginn: 19:00 Uhr).

Daniel Schmidt, i.A. Nicole Fetting

4 stuttgart-vcw 2012-12-30 1263 foto-detlef-gottwald

Platin & Gold Partner des VC Wiesbaden

Volleyballdirekt

vbl logo 80x88dvv logo 120x88hvv logo 80x88

Unsere Spielstätten

Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit
Platz der Deutschen Einheit 5
65185 Wiesbaden

Routenplanung Google Maps

Sporthalle am 2. Ring
Konrad-Adenauer-Ring 45-55
65187 Wiesbaden

Routenplanung Google Maps