1. VC Wiesbaden

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Am letzten Vorrundenspieltag trafen im 1. Spiel des Nachmittags die beiden Mannschaften vom VCW (Damen 4 und 5) im internen Duell aufeinander. Es sollte sich ein äußerst spannendes Spiel der älteren Spielerinnen von D4 (Durchschnittsalter 17 Jahre) gegen die Jüngeren der D5 (13 Jahre) entwickeln. Beide Mannschaften gingen krankheitsbedingt geschwächt in die Partie. Bei D4 konnten Ronja, Frieda, Johanna, Nadine G. und Tanja nicht spielen, so dass die etatmäßige Libera Natascha im Außenangriff eingesetzt werden musste. Bei D5 fehlten Krankheitsbedingt Sarah-Lee Hansen, Lea Schütze und Lea Zajac. Dafür spielte Dana Rafael auf der Libera Position, zudem wurde die Mannschaft durch Hannah Jäger verstärkt.

Der erste Satz verlief sehr ausgeglichen, beide Gegner schenkten sich nichts. Es war ein überwiegend sehr konzentriertes Spiel mit großem Einsatz auf hohem Niveau. Starke Angriffsaktionen wurden durch eine ebenso gute Feldabwehr entschärft. Bei D5 war es insbesondere Mia, die über Außen in dieser Phase sehr stark spielte und der D5 zu einer 4-Punkte Führung verhalf. Dann setzte Nina von D4 einen Monsterblock und verkürzte den Rückstand. Svenja brachte mit sehr starken Aufschlägen die D4 erstmals in Führung und sicherte mit mehreren Assen hintereinander den 1. Satz mit 25:21. Das war schade für die „Youngster“.

Der 2. Satz begann dann so, wie der erste aufgehört hatte. Wieder war es eine Aufschlagserie von Svenja, die der D5 schnell den Schneid abkaufte. Die Annahme der D5 wackelte nun doch bedenklich. Auch die Aufschläge waren in dieser Phase des Spiels nicht sehr stabil. Insbesondere mehrere sehr gelungene Einbeiner von Lutcia verliehen dem Spiel der D4 eine große Variabilität, der die Jüngeren nicht viel entgegen zu setzen hatten. Trainer Benni Corts wechselte nun Hannah für Mounira ein, der auf Anhieb 4 Punkte in Angriff und Block gelangen. Die aufkeimende Hoffnung bei D5 wurde jedoch immer wieder durch die schwächelnde Annahme zunichte gemacht, so dass auch der 2. Satz mit 25:15 verdient an die D4 ging.

D4-D5 300Im Gefühl des sicheren Sieges ließen diese nun in der Konzentration im 3. Satz etwas nach. Die D5 spielte dafür wieder kompakter und Jana gelang eine Aufschlagserie von 8 Punkten in Folge. Lea W. und Saskia führten im Zuspiel erfolgreich Regie und setzen immer wieder Elisa im Außenangriff ein, die ein aufs andere Mal mit hervorragenden Aktionen punktete. Lisa in der Mitte und Mia auf Außen konnten mit schönen Blockaktionen Akzente setzen, so dass die D5 den Spieß umdrehten und ihrerseits zu einem ungefährdeten Satzgewinn mit 25:13 kamen. In dieser Phase machte sich stark bemerkbar, dass bei der D4 keine Auswechselspielerinnen zur Verfügung standen, die für Entlastung hätten sorgen können.
Der 4. Satz begann mit leichten Vorteilen für die D5, die nun Morgenluft geschnuppert hatte, verlief dann aber ähnlich wie im 1. Satz. Die D4 holte Punkt für Punkt auf und es entwickelte sich wieder ein Spiel auf Augenhöhe voller Spannung und Dynamik mit vielen gelungenen Aktionen auf beiden Seiten. Mit etwas Glück und Geschick verteidigte diesmal aber die D5 den Vorsprung und konnte mit sehr guten Aufschlägen und einem 25:19 Erfolg zum Satzausgleich kommen. Das hätte nach den ersten beiden Sätzen kaum jemand erwartet und zeugte von der hohen Moral und Kampfkraft der jüngeren Spielerinnen.

D4 300Im 5. Satz musste nun die Entscheidung fallen. Keine der beiden Mannschaften konnte sich zu Beginn entscheidend absetzen. Der Block der D5 hatte sich nun besser auf die Einbeiner von Lutcia eingestellt, andererseits machte es die gute Feldabwehr der D4 den gegnerischen Angreiferinnen schwer zu punkten, auch weil der Druck in den Angriffsschlägen nicht mehr so hoch war. Beim Stande von 8:6 für die D4 wurden die Seiten zum letzten Mal gewechselt. Beide Mannschaften zeigten unbändigen Siegeswillen. Dennoch schien die D4 Punkt für Punkt wegziehen zu können, aber immer wieder kämpften sich die Mädelz der D5 heran. Beim Stande von 12:11 für die D4 nahm deren Trainer Stefan Kempe dann eine letzte Auszeit, um noch einmal Ruhe in das Spiel seiner Mannschaft zu bekommen. Nina setzte einen starken Block zum 13:11, Lisa auf der anderen Seite ebenfalls zum 13:12. Dieses Spiel war an Spannung kaum zu überbieten und hätte eigentlich zwei Sieger verdient. Durch ein Missverständnis bei D5 ergab sich dann allerdings der 1. Matchball für die D4, den diese gleich durch einen sehr starken Block von Ria und Lutcia zum Matchgewinn nutzten.

Insgesamt hatte sich damit doch die größere Erfahrung der älteren Spielerinnen in einem hochklassigen zweistündigen Volleyballkrimi durchgesetzt.


Nach dieser Kraftanstrengung war es natürlich fraglich, wie sich die D5 in ihrem 2. Spiel gegen die Mannschaft von TuS Nordenstadt – einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf - behaupten würde.

Nach anfänglich gutem Start im 1. Satz haben sich unsere Mädelz zunehmend das Heft aus der Hand nehmen lassen und sich durch eine schlechte Annahme und dem daraus resultierenden unpräzisen Zuspiel und Angriff dem schwächeren Niveau des Gegners angepasst. Fehlende Dynamik und Unkonzentriertheit trugen dazu bei, den Gegner sukzessive aufzubauen und stärker zu machen. Dennoch konnten über eine 20:15-Führung 4 Satzbälle beim Stande von 24:20 herausgespielt werden. Der erste Satzball konnte nicht verwandelt werden und durch eine katastrophale Annahmeleistung unsererseits konnte Nordenstadt ausgleichen und ihrerseits den ersten Satzball herausspielen. Dass dieser noch durch einen „Angriffsbagger“ von Mia abgewehrt werden konnte zeigte die ganze Tristesse dieses Satzes. Schlussendlich ging dieser eigentlich schon gewonnene Satz mit 29:27 an den Gegner aus Nordenstadt.

Der 2. Satz begann zunächst ausgeglichen. Im Außenangriff konnte wiederum Elisa mit wirkungsvollen Angriffsschlägen Akzente setzen, bevor Saskia mit einer Aufschlagserie von 13 Punkten einen uneinholbaren Vorsprung für den VCW herausholte, der in einen klaren 25:13 Satzerfolg mündete.

Zu Beginn des 3. Satzes schlichen sich dann allerdings gleich wieder Unkonzentriertheiten in das Spiel der D5 und es wurden die ersten 3 Angaben verschlagen. Nordenstadt erspielte sich eine leichte Führung und baute diese ständig aus. Zudem musste nun mit Jana, eine der Leistungsträgerinnen, verletzungsbedingt das Spiel von der Bank aus verfolgen, was die Wechselmöglichkeiten noch weiter einschränkte. Dabei hätte eine Regenerationspause den meisten Spielerinnen sehr gut getan, da die Kräfte zunehmend zu schwinden schienen. Auch die Körpersprache ließ nichts Gutes erahnen. D5 MannschaftsfotoFolgerichtig wurde dieser Satz ohne entscheidende Gegenwehr mit 16:25 verloren.

Obwohl „stehend k.o.“ kamen unsere Mädelz im 4. Satz wie Phönix aus der Asche wieder aus ihrem Tief heraus und erkämpften sich einen Vorsprung von fünf Punkten, den sie bis kurz vor Satzende auch versuchten zu verteidigen. Allerdings holte Nordenstadt nicht nur fast jeden Ball in der Feldabwehr, sie glichen auch zum 24:24 aus und ließen Erinnerungen an den ersten Satz wach werden. Dieses Mal ließen sich die Mädelz vom VCW aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und gewannen den Satz mit lautstarker Unterstützung der Zuschauer mit 27:25.

So musste die Entscheidung erneut im Tiebreak fallen. Jetzt funktionierte auch der Mittelblock mit einer schönen Aktion von Lisa wieder, Saskia von Diagonal und Mia im Außenangriff versetzten mit Long Line Bällen dem Gegner empfindliche Nadelstiche. Trotzdem blieb der Satz umkämpft und beim Stande von 8:7 für den VCW wurden die Seiten gewechselt. Der Glaube an den Sieg war nun aber fest in den Köpfen verankert und trotz noch einiger leichter Fehler konnte der Satz letztendlich deutlich mit 15:10 gewonnen werden.

Der Wille und die Moral unserer Mädelz von der D5 haben an diesem Tag den Ausschlag zu einem letztendlich versöhnlichen Ende gegeben. Darauf und auf der Leistung des ersten Spiels lässt sich für die Rückrunde hoffnungsvoll aufbauen.







 

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